Mit sich alllein?

Wie schreibt man über das eigene Leben? Einerseits ist das eine platte Angelegenheit, kaum der Rede wert, andererseits eine Fülle von Fällen und Einfällen. Was habe ich erfunden und was hat mich erfunden und getragen? Wie oft stürzte ich ab?Das versuche alles niemals auseinanderzuhalten, als gäbe es diese reale Grenze zwischen wahr und fiktiv. Das weißt du nicht, das hast du nie entschieden. Mach dir nichts vor, aber das ist unmöglich, du hast dir immer etwas vorgemacht und hast es geahnt, während du das Schauspiel abzogst. Dein ganzes Leben war dieses Vormachen, diese Lust an der Selbsttäuschung, denn sie war immer der schmerzenden Nüchternheit vorzuziehen, in der nichts geschah. Sich einzugestehen, dass nichts geschah, dass die Stimme des Schicksals sicher wieder nicht gemeldet hat, als hättest du gar kein Schicksal, als gehörtest du zu den Vergessenen, niemals Aufgerufenen? Du wurdest übersehen, so laut du auch werden wolltest, man hat dich nicht beachtet. Das bezeichne den Nullpunkt der Erfahrung, wo die Radikalisierung beginne, wo der Ignorierte sich umschaue und in seinem Nacken den Verfolger spüre, der sich als Freund entpuppe und den Vergessenen, dem ins Nichts Verfallenen Beachtung, Anerkennung verspreche. Freilich Hilfe von der Sorte Mensch, die bei allen Erziehern und Priestern der Gesellschaft als Abschaum und als Ausgeburt der Hölle verschrien und verurteilt wird. Nein das weißt du, und auf diese Art Hilfe aus dem Nebengleis der Hoffnung hast du nie gesetzt. Du konntest schicksallos allein für dich bestehen.

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Besoffen und bestochen

Dass der kleine stinkreiche Rudolf Augstein ein großer Trunkenbold war, kam erst nach seinem Tode allmählich ans Licht. Natürlich wagte keiner seiner Schreibknechte das miserable Zeug, das er schrieb, zu redigieren. Und das geht so weiter, jetzt darf uns sein verwöhntes Söhnchen Jakob mit seiner politischen Dummheit belästigen. Auf allen Kanälen und mit vollen Rohren. Kein Wunder in einer Epoche, da man die Kulturschwätzer Reich Ranicki und Fritz Raddatz, die sich in 95 von 100 ihrer Urteile grob geirrt haben, für große Stilisten halten sollte. Und vor dieser Mischpoke fürchtete sich der Pfälzer H. Kohl. Er mag Verdienste haben, Witz, also Geist hatte er nicht für einen Pfennig. Deshalb musste er auch noch den Euro einführen. Ein schrecklicher Fehler, den sein berühmter „Mantel der Geschichte“ niemals mehr zudecken kann. Denn in der Folge sollen wir uns jetzt mit den korrupten Italienern und Franzosen gemein machen, weil das der gleißende Name Europa, der ja ein fake ist, zu fordern scheint. Aber was ist ihnen schon Europa? Doch nicht Voltaire, Goethe oder Schopenhauer. Sie lesen doch allenfalls die Bildzeitung und ähnliche Revolverblätter des Mittelmeer-Raumes, nehmen aber ungeniert und immerzu den Mund voll. Europaphrasen sollen ihren Zwergenwuchs verbergen.

Also kurz: nicht nur mit den Diktaturen der Nazi und der DDR -Kommunisten wäre gründlich aufzuräumen, was bisher nicht geschah, sondern auch mit der viel gepriesenen alten Bundesrepublik wäre eine schonungslose Kehrwoche nötig. Wenn ihr das nicht glaubt, dann lest doch  mal rückwärts,was uns die Zampanos der ZEIT, der SZ und des Spiegel Stern-Presswesens in den 80er noch für Märchen über die DDR auftischten. In der DDR gäbe es Nischen der Humanität, so G. Gaus, Marlies Menge und Konsorten. Ich habe das nicht vergessen.

Und jetzt geht es ja schon weiter mit den Kindern dieser Scheingrößen, die uns die Zukunft verhunzen mit ihrem Gerede von Digitalisierung und offener Zivilgesellschaft. Sie sind keine Verräter, nein, sie sind Erben und Profiteure einer Wirtschaft, von der sie sich mit schönen Villen, Luxusleben und weltbestem Champagner bestechen lassen. Wie einst der große Säufer Augstein.

Kleiner Mann wird immer größer

Der Philosoph Nietzsche stellte sich einmal die Frage, ob der Durchschnittsmensch oder Haustiermensch, wie er auch sagte, besser bzw. eher einen Kleinen groß oder einen Großen klein machen könne? Er hat sie auch beantwortet, wie ich es hier natürlich nicht tun werde. Doch wir haben zur Zeit so viel Anschauungsmaterial zu dieser Frage, dass ich ein Beispiel dafür anführen möchte. Ist der Franke Söder wirklich ein so großer Mann, dass er den legendären Franz Josef S. beerben kann? Und das hieße ja, ihn endlich in die ewig stummen Schatten im Orkus zu verscheuchen. Fairerweise muss man sagen, dass das bisher weder dem Herrn Stoiber noch dem Horst Seehofer gelungen ist. Wird es also im neuen Anlauf dem Markus Söder glücken? Sodass das Volk der Bayern selbst wieder ganz bedeutend werden kann? Ich zweifle daran, denn abgesehen davon, dass er weder Latein noch Griechisch so gut kann wie der Vorfahr, hat er bisher auch nicht bewiesen, dass er mit unangenehmen Entscheidungen seine Beliebtheit beim Volk geradewegs noch steigern kann, wie das der Strauß konnte. Das Volk liebte ihn und seine polemische Kampfkraft so sehr, dass es ihm blinden Gehorsam leistete, auch wenn es harte Opfer dafür bringen musste. Er wird schon recht haben, er weiß doch alles am besten, sagte das Volk bewundernd ohne zu murren. Nun wird mir der ein und der andere politische Kannegießer sofort einwenden, aber es war doch eine andere Zeit. Die Zeit war ganz anders. Tempora mutantur, sicherlich, aber das ist eben kein Argument, das der Strauß nicht jedem sofort aus der Hand geschlagen hätte. Redet ihr mir doch nicht in mein Latein hinein, von dem ihr Bierdimpfel ja keine Ahnung habt. Herrscherliche Autorität ist keine Zeitfrage, sondern der Spiegel, worin das Volk sofort seinen Leitwolf erkennt, nach dessen Stab es zu springen und zu tanzen lernt. Ist Söder nun ein neuer Leitwolf? Nein, denn ein solcher grinst doch nicht in jede Kamera , turnt dauernd in billigen Talkshows herum und lässt sich von einem Herrn Dreikäsehoch törichte Fragen stellen. Aber vielleicht holt sich der Markus ja den großen Uli Hoeness ins Beiboot, der ihm zeigt, wie mit der Medienmeute umzuspringen ist. Nie auf Augenhöhe, immer mit der Reitpeitsche. Am besten und erfolgreichsten wäre sicherlich, der Söder kaufte sich selber eine Medienanstalt mit süßen Girls, die von smarten Knechten im Zaum gehalten werden. Dazu müsste er aber endlich anfangen, wie der Berlusconi stinkreich zu werden, indem er reiche Sponsoren hinter sich bringt. Siemens, Audi, BMW brauchen doch stets große Werbeflächen, worauf Spitzen- Entertainer Söders neue unpolitische Politik verkaufen könnten. Das Konzept dafür müsst  mich das Markusle aber anständig, das heißt gehörig bezahlen. Sonst helfe ich ihm nicht, groß und immer noch größer zu werden.

Die Geschichte ist ein Kampf

Das Geschwätz des Posthistoire, -es geschieht nichts mehr, – verstummt längst wieder , mit dem sie in den neunziger Jahren noch so gute Geschäfte gemacht haben. Aber nicht „die Geschichte“ als gespenstisches Subjekt kehrt zurück, wie die Vulgärmarxisten a la Joschka Fischer glauben, sondern die Geschichte als Kampf drängt wieder zur Entscheidung, vor der sich keiner mehr drücken kann. Oder glaubt man den 45.Präsidenten der USA mit therapeutischen Injektionen aufhalten zu können, der wie einst Nero mit dem Feuer spielt. Der gesetzlose Einbrecher vergreift sich an den Gesetzen und die Hälfte des ungebildeten Volkes applaudiert ihm dazu. Ähnliches passiert in Italien.Wo bleibt denn die Linke in Italien, wo das Volk dem alten Hanswursten Sylvio B. als Retter zu einer Wiederkehr verhelfen will. „Er ist zwar ein Drecksack, aber sei ehrlich, würdest du nicht gern genauso sein, wenn du dich trautest.“ So hört man die Italiener im heimlichen Selbstgespräch schon ganz deutlich. „Die anderen haben es doch auch nicht gebracht, der Renzi und wie sie alle hießen..“

Und mit diesem Italien sollen wir europäisch uns verbünden? Freiwillig in die Pleite segeln, wie die Grünen es empfehlen. Die Linke wird diese Farce nicht beenden, sie ist geschlechts- und zahnlos geworden wie ein Mümmel- Greis. Auch bei uns existiert sie nur noch als Geschrei im Bannkreis der Fleischtöpfe. Und Oskar Lafontaine spielt halt gerne den politischen Messias im Fernsehen, wie gestern wieder bei der unsäglichen Laber-Tante Maischberger. Statt als Kämpfer zu den Sozialisten, die ihn dringend brauchten, zurückzukehren, sonnt er sich lieber als realpolitischer Schulmeister bei den Vulgär-Marxisten. Vor lauter Selbstverliebtheit erkennt er die Zeichen des Kampfes nicht. Und der Rest der politischen Klasse setzt auf Diplomatie, Pazifismus und Therapeutenweisheit. Letztere verteilt kleine Wasserpistolen an jedermann, mit welchen man den Weltbrand, den der 45. Präsident und seine Nachahmer in Europa entfesseln, Schritt nach Schrittchen löschen könne. Die Gesetzlosen aber glauben, wenn sie das Unheil nicht bald ins Werk setzten, kämen ihnen die Dschihadisten bevor , so einfach verpacken sie ihren Mörderwahn in ein politisches Märchen, bei dessen Verbreitung sie die Mitverschwörer in den Medien unterstützen. Denn auch die Weltzertrümmerung wirft letzte und allergrößte Renditen ab. Die Börsenwerte schießen in die Höhe, „an den Küsten aber steigt die Flut. Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei .Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut.“ So unser profaner Prophet Jakob von Hoddis schon vor 100 Jahren. Der spitze Kopf des Bürgers beschäftigt mich als Metapher schon lange. Statt zu denken, glaubt er, der Hut könnte ihn vor dem Schlimmsten bewahren. Wie die Beruhigungspillen unserer Innenminister. „Einfach so weiterleben“, unseren Stil verteidigen durch ruhig bleiben.

„Werch ein Illtum“, der Kampf schickt seine Vorzeichen jetzt ins letzte Zeitalter voraus. Messianische Zeit?- von der der Apostel Paulus uns erzählt?

Von der Poesie – (Versuch)

Der Autor eines poetischen Textes wird allzu geläufigen Wendungen keinen Vorzug geben, er wird zum Beispiel niemals „anständig schlafen“. Denn das ist gar nicht möglich. Mit Anstand lässt sich Vieles erledigen, aber schlafen? Nein, gut schlafen ist schon nichtssagend genug und mag allenfalls einen sinnhaften Reim ergeben, wenn einer Krankenschwester in einem gewöhnlichen TV- Drehbuch aus dem Munde schlüpft. Auch leichter oder tiefer Schlaf sind konventionelle Metaphern für den Hausgebrauch, der in einem poetischen Text keine Funktion hat. Es sei denn, man charakterisierte damit eine drollige Figur, die wörtlich dann aber auch anstatt von Tiefe, besser davon redete, wie ein Bär geschlafen zu haben. Meinetwegen , Tiervergleiche haben oft Witz und einen absurden Reiz.

Ähnlich wie mit den üblichen Metaphern steht es um die landläufigen Sachen und Zwänge, die sich angeblich in „trockenen Tüchern“ oder „grünen Bereichen“ finden lassen. Nichts als Ausreden, Verlegenheiten, die Dinge aus Zeitmangel nicht genauer beschreiben zu können. Vermutlich sind sie in Amtsstuben ersonnen worden, wo die schöne leidenschaftliche Sprache ihr Leben wie die Natur notdürftig in Topfpflanzen verbringen muss. Kurz, die Sprache soll ausreißen, ihre Automobile stehen lassen und zu Fuß zum reißendem Strom zurückwandern, ihre geschniegelten Manieren und Gebräuche abwerfen, aber das heißt beileibe nicht , zu den Rohköstlern oder Nacktbadern überzulaufen. Zu diesen Witzbolden und Gurus der Gottsucher-Banden.

Die Poesie kennt weder ein Ursprungsland noch pflegt sie die Fiktion vom reinen Naturzustand. Sie träumt davon ja, aber sie ist ein Mischwesen, das sich nach Klarheit und Schönheit sehnt, wie nach nichts anderem. Beide sind schöpferische Zustände, die nicht wie politische oder ökonomische Werte eingefroren oder in Glasvitrinen gestellt werden können. Die Poesie erlauscht, wie die Sprache mit sich selber redet. Sie hört von diesen Ideen und Antriebskräften, wie sie sind, nämlich immerzu im Fluss, weder greif-noch begreifbar; – die Poesie wiederholt den schöpferischen Akt, indem sie ihn je neu erfindet. Mitten unter uns. In Argumentationsketten wie in Entwicklungsstufen ist sie freilich nicht zu erkennen, auch wenn sie diese parodiert und ist weder rein logisch oder so wenig vernünftig, wie wenn man den Fischen das Leben auf dem flachen Lande beibringen wollte, oder den Vögeln das Tiefsee-Tauchen,oder den Rindviechern das Einmaleins. Aber ich gebe zu, wer die Sprache nur aus dem Missbrauch der Kommunikation her kennt und gewöhnt ist, wird den poetischen Akt nicht verstehen. Und was der kommunikative Kompetenzler nicht versteht, achtet er gewöhnlich nicht. Sein Pech.

Ulf Poschardt- konservativ, anarchisch

Ulf Poschardt, der 50 Jährige ist seit 2016 Chefredakteur der WELT und brachte neuen Schwung in das nach dem kalten Krieg sehr bieder und bräsig gewordene konservative Blatt. Poschardt ist aber nicht nur konservativ, sondern dergestalt auch Nonkonformist und Kenner der Popszene, über die er jahrelang als Redakteur in der deutschen Ausgabe des Rolling Stone geschrieben hat. Seit langem beobachtet er, dass nicht nur die Politik,sondern auch die Popkultur immer spießiger und miefiger geworden ist. Immer mehr passte sie sich dem linken und linksliberalen Moralismus an. Der Pop der ursprünglich gegen Enge, Druck,die Eltern, die Alten und die Ärsche revoltierte, schreibt Poschardt ,„bekam Falten und Wampe, und klang wie Bono und U2, also wie eine Mischung aus Katrin Göring-Eckardt und Peter Hahne. Pop wurde staatstragend, ging ein und aus im Weißen Haus, aber nicht mehr um dort auf den Toiletten Drogen zu nehmen wie die Beatles oder Elvis, sondern als Vertreter der Zivilgesellschaft, beseelt vom Gefühl, säkularpäpstliche Autorität u versprühen. Wer braucht die UN, wenn die Superpopstars die Meere, die Demokratie, den Westen, die Freiheit, die Polarbären retten? „ Wer denkt da nicht sofort an die Mittelstandskinder Niedecken, Grönemeyer und Campino, die als Botschafter des politisch-kulturellen mainstream stets für das Gute, also gegen rechts singen und klampfen. Wie billig, staatshörig, wie korrumpiert hört sich das an. Dagegen lobt Poschardt, der Popmusik-Kenner und Liebhaber, die britische Band der Smiths, die Arbeiterkinder geblieben sind, besonders deren Leader Morrissey. „ In Zeiten, wo deutsche Senioren-Punks wie Campino die Kanzlerin auffordern durchzuhalten, bleibt Morrissey im ständigen Guerillakrieg mit politisch Korrektem und den Gesinnungstramplern: If you try to make everything multicultural, you end up with no culture at all. „ Zitat Morrissey. Das ist anarchischer Konservatismus nach dem Gusto des Ulf Poschardt. Der echte wilde unangepasste Pop hat die Fahne gewechselt. Er steht für das echte, chaotische Leben und lässt sich nicht einfrieden in den Uniformen der politisch-korrekten Parteiraison.

Vom Untergang

Ich steige aus beim allgemeinen Untergang. Seit die Welt existiert, sogar schon in der Vorzeit hatten die Leute Angst vor dem Untergang, das ist mir zu dumm. Und immer, seit ich denken kann, erklärt man mir, die Uhr stehe auf 5 vor zwölf. Wenn ich davon höre, im Film oder in der Politik oder einer kommt mir sogar privat damit, schalte ich meine Ohren auf Energiesparmodus. Diese düsteren Sterbebilder, die sie dann auch noch genießen, können mir gestohlen bleiben. Ich war noch nie ein Freund des Todes, mit dem sie Geschäfte machen, den sie vermarkten täglich, wohin man auch sieht. Nein, es fasziniert mich nicht, Ich habe noch soviel Unsinn vor, der mein Leben schön und vergnüglich macht, habe also Besseres zu tun, als vor ihrem großen Untergang zu zittern. Seit ich lebe, tritt ein Experte nach dem anderen aus Wissenschaft und Politik auf , um mir weiszumachen, die Vorzeichen des schrecklichen Endes wären schon überall abzulesen. Die Spatzen auf den Dächern, die Eisbären, die Bienen und alle, die gerade aussterben müssen, redeten von nichts anderem mehr. Woher wollen sie das denn wissen? Manipulieren sie jetzt auch schon die Sprache der Tierwelt? Nein,es ist doch leicht zu durchschauen. Mit diesen Ängsten ziehen sie einem das Geld aus der Tasche. Die Grünen und andere Apostel der Gesundheit und der Tugendindustrie gewinnen damit Wahlkämpfe auf dem Weg zur Macht. Dabei fällt mir seit längerem auf, dass diese Verkäufer des Unterganges und des Todes beständig lächeln. Das ist paradox und muss sehr anstrengend sein, aber die Zahnärzte helfen ihnen dabei, wenn sie es alleine nicht mehr schaffen und ihnen das Lächeln zum Grinsen verfällt. Die Zahnärzte und Schönheitschirurgen verkaufen ihnen dieses Lächeln, das in dem Medien alle Karrieren nach ganz oben geradezu pflastert, möchte ich sagen.Ich kann es nicht mehr sehen. Natürlich mache ich mich mit dieser Meinung verdächtig, die Leute behaupten, um mich zu beleidigen, ich sei ein Kulturpessimist, dabei habe ich noch gar nie verstanden,was sie mit Kultur überhaupt meinen. Sind sie, die großen Windmacher, die Kultur? Kultur ist vermutlich genauso wie der Untergang ein reiner Fakebegriff, ein Etikettenschwindel, hinter dem sie heimlich ihre getürkten Banknoten waschen. Kultur, Untergang, Bildung, Religion-mit diesen Tricks fängt mich niemand mehr ein. Ich weiß, dass einige sehr besondere Menschen immer wieder geniale Dinge erfinden, die einem die Sprache verschlagen, aber am Weltall, am Wetter oder am Untergang, wenn dieser tatsächlich anbricht, wie Johannes auf Patmos ihn sich einst erträumte, werden auch sie kein Jota ändern. Sie haben die Zerstörungswut und kaschieren das mit dem unschuldigen Gerede, nicht sie, sondern der nahe Untergang sei für das Chaos verantwortlich, das sie eben ökonomisch nutzen müssten..