Ein Gott der Barbaren

Der verrückte Amerikaner erinnert mich an den makabren König Ubu Alfred Jarrys. Jarry hat den Typus schon vor 100 Jahren genau voraus gesehen . Übermächtig, geschwätzig, von maßloser Ruhmsucht und grausamer Fresslust angetrieben.Der Theaterbetrieb hat das leider nicht erkannt, denn er pflegt seine eigenen Bewusstseinsmoden und verkennt pünktlich die Zeit, die auf eine verdrehte Weise so durch ihn sichtbar wird.

Der Ami kommt zum Gipfel, wird aber nur ein paar Stunden bleiben, kündigte er an, um den Hintewäldlern und Jammerlappen aus Europa zu sagen, wie schlecht sie zu dealen verstehen, wie blamabel ihre Ergebnisse sind im politischen Kuhhandel mit dem Iran und den gespenstischen Mullahs die Bärte abrasiert. Da lacht der Ami. Er hätte als blutiger Businessman da zehn mal mehr herusgeholt. Er wird auch heute Früh gleich wieder abflogen sein. .. Denn was soll er mit diesen eingebildeten aber impotenten Europäern schon reden.Ihre Argumente stinken ihn an, er denkt viel moderner, in Slogans. Wenn sie wenigstens den Russen eingeladen hätten, monierte er noch vor dem Abflug, denn mit dem Russen boxt er gern ein paar Runden. Der Russe ist ein echter Kerl, kein Tagträumer und verwechselt wie er nie Politik mit einer sentimentalen Moral. Die Europäer mit einer Frau, einer Deutschen, im Führungsteam, wollen Flagge zeigen, nein Kante, sagten sie, wollten sie ,andererseits aber wissen sie, sie dürfen den Amerikaner nicht zu sehr reizen, Denn vielleicht wendet er sich im nächsten Augenblick dann wieder herum und – er ist wie ein Spielball seiner eigenartigen Natur, eben unberechenbar. Also werden die Europäer von ihrer sog,. Kante zwar reden, sie ihm aber nicht zeigen. Das wäre zu riskant, warnen berühmte Diplomaten, im Falle, dass doch noch ein unvorhergesehnes Ereignis, wie es immer wieder plötzlich hervortritt und alle handelnden Personen jäh wieder auf eine andere Bahn wirft, und zwar dann auch den Amerikaner.

Vielleicht macht der Russe einen Schachzug,der die Dinge von einer völlig unverhofften Seite zeigt. Die Folge im schlimmsten Falle: eine neue amerikanisch-russiche Freundschaft, die die europäische Politik erneut ins Hinterstübchen der Historie versetzte.Ins symbolische Dasein, sozusagen,wo sie ihre Tage verschlafen dürfen wie einst im kalten Krieg. Der Amerikaner findet es wirklich lächerlich, dass die Europäer meinen, sie könnten mit ihm auf einer Höhe verhandeln. Dabei haben sie weder einen starken Willen zur Macht noch eine militärisch irgendwie wirksame Schlagkraft, Sie sind Angeber, Großschwätzer in den Augen des Amerikaners, besonders der neue Franzose, der wie ein kleiner Boxer aus einer anderen minderen Gewichtsklasse daherkommt und herumfuchtelt. „Sie haben nur ihre Gebetbücher immer dabei, die sie mir anpreisen als Rezepte gegen die Politik als Krieg, spottet der Amerikaner gerne über die Schwächlinge aus Europa, mit ihrer prüden deutschen Tante an der Spitze. Ich lach mir gleich tot.“Haha. Der amerikanische Präsident schüttelt den Kopf, nebenbei schaut er sich im Flugzeug noch eine aktuelle Serien- Show an.

Er ist ja ein Mann des Fernsehens,ein Medienguru gewissermaßen, er holt sämtliche seiner Ideen aus dem Fernsehen.Wenn die Europäer einen Funken Grips hätten, studierten sie statt des Charakters des Präsidenten, besser das amerikanische Fernsehen, dort ist er gut sichtbar in einigen Rollen,, immer eingeblendet, dort sitzt er im Hintergrund, der Gott des mächtigen Zeitenwinds.

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