Ein Vogelschiss

Ein Vogelschisss erschüttert das hellste Deutschland. Ein böser Mann stieg auf die Leiter und entdeckte ihn auf dem Dach der deutschen Geschichte, die er eine erfolgreiche nennt; dort oben habe er den Vogelschiss gewahrt, dieser Schiss sei im Grunde die Nazizeit gewesen innnerhalb und zur schweren Erschütterung des deutschen Volkes , dem man nun diesen Vogelschiss aus den Augen wischen müsse. So ähnlich außerte sich der böse Mann von der Statur eines Oberförsters. Wie immer in solchen Fällen rief diese Unverfrorenheit sofort die Kommission für tragische Gegenstände auf den Plan, die die Metapher eines Vogelschisses für unerlaubt, ja als eine Verhöhnung der Hitleropfer ansah und scharf kritisierte . Auch ein oberster Sprachreiniger von der Abteilung für Sprachnorm und rote Linien im Metapherngestöber verurteilte die Metapher als vulgär und sittenverrohend.

Doch niemand bemerkte bisher, dass der Vogelschiss nicht das eigentliche Problem sein kann. Allenfalls eine Geschmacksache wie die zahllosen Arschvergleiche, die es längst bis in die betuchtesten Kreise hinein geschafft haben. Auch die Sprachbilder feiern Karrieren, folgen dämlichen Moden. Wer säße heute nicht alles am liebsten auf der berühmten Terrasse der Augenhöhen? Der grüne Bereich ist sehr alt geworden und bräuchte dringend ein Relaunch. Ähnlich die Post, die im Realen oft gar nicht mehr abgeht. Auch Metaphern altern schneller jetzt, aber keine Metapher lässt sich bewerten oder zensieren in der offenen Gesellschaft , wie man sagt. Der schlechte abgestandene Witz des Oberförsters ist seine bodenlose Behauptung einer tausendjährigen deutschen Erfolgs-Geschichte. Dieses fake eines Begriffs kommt aus der Werbeagentur, welche dem bösen Mann auf der Leiter gehört. Er liebt den Tabubruch. Tabubrüche waren die Motoren der modernen Kunst und erzeugen seither größte Aufmerksamkeit und sie locken den Gegner in die Falle . Der Gegner dämonisiert jetzt den bösen Mann, den Oberförster und seine Jagdgenosssen. Und natürlich utersagte auch die Ethilkkomission und die Organisation für Verantwortung und Würde  sofort jegliche Zusammenarbeit der Demokratinnen und Demokraten mit dem Oberförster. Dieser nun, wieder von allen Scheinwerfern und Medien angestrahlt , nutzt munter die Gelegenheit, sich zu entschuldigen, er habe mit dem Vogelschiss die Nazi und Hitler verhöhnen wollen. Es täte ihm leid, wenn man das Sprachnild so missverstehen konnte. Das war nie seine Absicht, nein nein. Er hat sich entschuldigt, sagt sich das Volk, er weiß, was sich gehört. und man ist sich sicher, die anderen werden einlenken, sie werden ihren Boykott nicht durchhalten, wie es ja auch bei den Extremen auf der anderen Seite gelaufen ist. Allerdings hat sich inzwsichen herausgestellt, dass der Vogelschiss auf dem Dach der restaurierten deutschen Geschichte bisher nicht zu entfernen ist. Welch ein Zeichen!!

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