Thea Dorn – Kulturdame der Nation

Thea Dorndies Pseudoym soll sie als populäre Philosophin ihrem Theoriegott Theodor W.Adono abgelauscht und nachgebildet haben, freilich: sie ist sehr klug und wird das Rennen wieder machen. Ihr ist es immer wieder geglückt, ihre Fähnchen pünktlich in den Zeitwind zu platzieren. Trat sie vor 12 Jahren noch als forsche, fesche Modernistin und Vertreterin der europäischen Aufklärung gegen Pater von Gemmingen an, im Fernsehen, “ Tut mir Leid Pater, aber ich brauche keine Religion mehr, sorry, ich bin aufgeklärt, ich glaube an die kritische Vernunft, das reicht mir.. (grins)““ – so nähne sie solches harte Bekenntnis heute gewiss sicher und sanft zurück, um mit ihrem moderaten, ja geradezu damenhaften Patriotismus von neuem und ganz oben auf allen Bestsellerlisten zu glänzen. Sie kennt die mysteriösen Straßen zum Erfolg, sie kannt auch Denis Scheck, den Bücherpapst gut, das muss ihr der Neid schon einmal lassen.

Sie macht das Rennen wieder, zweifellos. Heute würde sie Pater Gemmingen natürlich anschließend zu einem Gläschen einladen , um ein bisschen über Geistiges und SO zu plaudern. Sie hat ja auch einmal Latein gelernt.

Übrigens: Sie liebt seit ihrer Pubertät das Werk Richard Wagners, den deutschen Wald, die Volkslieder, Grimms Märchen und überhaupt. Sie macht aus alledem keinen Hehl mehr.

Das ging schnell, bis sie sich solcher Rede wieder anzuvertrauen traute. Das heiße ja nun aber nicht, fügt sie ihrer neuen Haltung sofort hinzu, dass sie nun zu allem Ja und Amen sage, was deutsch sei. Auch für sie -ihretwegen- deutsch sei. Und schon gar nicht heiße das, dass ihr humaner Patriotismus nun gar der Verleugnung oder Verdrängung des Holocaust dienen solle. Nein, im Gegenteil. Sie diskutiert oft Nächte lang mit ihren jüdischen Freunden genau darüber. Logisch. Nein, im Ernst. Sie ist als Schriftstellerin in der Tat ein fleißiges Lieschen. Was sie schreibt, hat sie alles gelesen, und ist im Wesentlichen schon früher, zum Beispiel in der Romantik schon, behauptet und geträumt worden. Sie hat den Wandel von der radikalen Modernistin zur modernen Kultur-Erbin und Traditionalistin bereits geschafft , diesen Wandel, der einem riskanten Grenzgang gleicht oft, das sagt sie auch. Diesen Wandel von dem man schon lange in der Werbung und auf den Firmenwebsites der Spar-und Volkskassen liest. Aber wird der dort auch gelebt? nein. Doch sie kriegt das hin. Sie kann in der Früh mit Jimmy Hendrix aufstehen und mittags schon wieder in ihrem Heine blättern und ein Klavier Stück Chopins dazu hören.

Thea Dorn schafft das. Den Banken und Volkskassen kann sie sogar ihre Text- Hilfen anbieten. Wie formuliert ein moderner Mensch, der deutsch ist und sein Land liebt, bei allen Vorbehalten natürlich, wie macht das ein Mensch, der wie sie Kritik und Liebe zu verbünden weiß, dass eben dieses Hochgefühl zugleich normal und beinahe in Demut  erklingen kann? Folgen Sie Thea Dorn, sie begleitet alle besseren Mittelständler, die zwischen U und E keinen Dünkel mehr nötig haben, als Fähnleinführerin durch alle die kommenden Stürme und Umbrüche.

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