Umbruch im Krähwinkler Tal

Traumprotokoll: Ich hatte neulich einen derartig komplexen Traum, dass ich ihm jetzt schon Tage lang folge, um nochmal dort und da einen Zipfel der Story zu entdecken. Aber er flutscht mir wie ein Fisch immer wieder davon. Bisher habe ich mir die Story folgendermaßen zusammen gereimt:, wobei ich nicht sagen möchte, ich hätte den wahren Kern der Sache schon erkannt.

Eine sexy junge Frau, sehr politsch auftretend, Bärbel hieß sie, glaube ich. Sie treibt den Abriss großer Flächen von Kräwhinkel voran, um dort einen ökologischen Garten der Zukunft zu errichten. Sie wird dabei von namhaften Architektenvereinen finanziell und politisch unterstützt. Sie macht sich mit ihren grellen Thesen überall unbeliebt- wenn sie zum Beispiel sagt: nur ein Abriss könne die Katastrophe der tradionellen Stadt Krähwinkel im Sinne eines modernen Standortmarketings noch retten – , zumal sie sich auch noch sehr aktiv für die Flüchtlinge einsetzt und diesen Einsatz zur Kunstaktion erklärt, wofür sie Gelder vom Kuturfond des bayrischen Staats bezieht. Ihre Kampagne war ganz auf sie, Bärbel gestellt.Die Lokalpresse sprach deshalb von einer einseitigen Focussierung. Alles bediente sich damals gerne der Fußballvokabel focus, fokussieren. Um junge Wählerstimmen für sich zu werben, gründet sie ein großes Rockfestival, das weit über Krähwinkel hinaus Bedeutung erlangen soll. Hinzu kommt , dass sch der steinreiche Fremde , ein märchenhafter Scheich aus Arabien meldet, der im Gebirgstal von Krähwinkel den Sport sponsern will, den Wintersport wie auch den Fußball. Zum anderen engagiert er sich stark für den schon länger tätigen Verein zu einer Errichtung einer Moschee inmitten des kräwinkler Tals, direkt neben dem großen Golfhotel und nur wenige 100 m weit zum großen Stadion, der sog. Allgäuer Arena. Bislang war Bärbel G. an diesem Verein nicht sehr gelegen, da sie, wie sie immer betonte, für die Aufklärung und die Moderne stehe, nicht für bloßen Traditionalismus und Umweltzerstörung, wie sie polemisch diese an sich disparaten Begriffe immer wieder zusammen nennt. Jetzt aber, da sie ihre Gegner von der modernen Bauernpartei in der Moscheefrage klar schwanken und zurückrudern sieht, der Bauernpräsident hielt in der Münchner Kathedrale, live aufgezeichnet von mehereren Fernsehanstalten,eine scharfe Rede für die Religionsfreiheit in ganz Europa  und outete sich als Moslem, „ich bin Moslem und das gut jetzt“obwohl ihn, den Geißler Luggi, bisher jeder nur als Erzkatholiken kannte. Das war ein Eklat, der Bischof bekam spontan  einen h`Herzanfall, der Gottesdienst musste abgebrochen werden, viele Krähwinkler  liefen stundenlang ratlos in den Wiesen des Ortes herum, als ob sie nachdächten. 

Aber ich will nun nichts personalisieren, in der Bauernpartei hat man allgemein erkannt, dass man den märchenhaften Scheich, der soviel Gutes und Zukukunsträchtiges finanziert in Krawinkel , nicht gut im Regen stehen lassen kann. Bärbel sah sich durch diese politische Konkurrenz gezwungen eine Initiative zu ergreifen und tatsächlich, sie geht auf den Scheich zu. Dieser erweist sich sofort als ein mieser Macho umd macht sie unsittlich an, wie das zu erwraten war, sie steckt das nach dem ersten Schock weg, weil ihr der politische Zweck letztlich wichtiger ist als ihr Schmerz also der eigentlich zutiefst verletzten Frau. Dise Karte könnte sie immer nich ziehen. Abwarten. Bärbel setzte jetzt auf Abwarten. nur nicht hudle,sagen die Krähwinkler in ihrem sonst etwas rauhen Dialekt.

Das wiederum bemerkt die Reporterin von Allgäu TV, die Bärbel G. auch über das Thema: der Scheich interviewt und Bärbel ahnte nicht, welche Naivität die Reporterin des Allgäu-TV dazu verführen würde, alles was sie mit ihr neben der Szene gesprochen hatte, prompt dem Chef der Bauernpartei zu berichten. Die Reporterin namens Gabi Bücker-Dorn,- ich weiß jetzt nicht ,ob der Name so genau stimmt, aber es war ein Doppelname in dem Traum, das weiß ich, also jedenfalls, sie leistet sich dem Chef der Bauernpartei Alfons Braumeier -genau so hieß er, endlich– Die gute Gabi machte die insdiskrete Bemerkung: „Herr Braumeier, da müssens aufpassen, die Frau ist eine geborene Hure, Tochter einer Hure schon, eine Prostituierte verstehen Sie-“ dem Braumeier schwante gleich ein Geschäft.. jaja dachte er da bin ich mir sicher, die ist so skrupellos und lässst sich von dem Araber vögeln, das steht für mich fest.

Hier mache ich im Film zum Traum, der nebenher schon immer lief auf einer anderen Gehirnbahn, da hab ich mir gedacht einen Schwenk in die nächste Szene: Traditionelle Gast-Wirtschaft: mit Sportrophäen und Jagdbeutestücken reich verziert. Der Kommisaar Kuftinger, bekannt durch Funk und Fernsehen, er ist wie sein Markenzeichen es gebietet: er isst seine Kässspatzen. Die Bedienung spricht ihn an auf den Fall, dass der Bärbel G., der grünen Hexe, ja wohl etwas etwas passiert sei. Kluftinger sagt, „hören Sie Fräulein Sophie, wenn sie, die bekannte Oppositionspolitkerin als betroffenes Opfer keine Anzeige erstattet, sondern behauptet es sei ja gar nichts gewesen, kann ich nicht ermitteln. Jurischisch gesehen so gesehn verstehen Sie leider weil wie Sie wissen ermittle ich gern und bin drum schon in einigen Romanen aufgetreten..  ..“

Die Bedienung bekundet ihren Abscheui und schimpft: „wenn ie mein Gratenzaun rosa anstreiche tät, isch des Gschrei gleich groß.. wegen Dorfverschandelung und so.. was halt .. saget se.. aber bei dene Ausländer die könnet sich alles erlauben. gell „(erbost ab.)

Ein anderer Gast kommt vorbei und wünscht dem Kluftinger einen Guten:Appetit: „gell, die Kässspatzen hier sind einmalig, aber was anders Herr Kommissar, haben Sie schon gehört, bei uns soll jetzt direkt an den Platz da draußen  eine Moschee hinkommen,was sagen Sie jetzt dazu?

Kluftinger bestellt nochmal eine halbe Bier und äußert sich nur abwinkend: “ des isch no lang it amtlich, d‘ Leit sind langsam hysterisch..wegen dene Ausländer“.

Schnitt, am nächsten Tag.

Szene: Bärbel G. im Gespräch mit ihrer Freundin Elke,die sie fragt : „sag mal Bärbel ist dir wirklich nix passiert mit dem reiche Scheich do bei uns .?“

Bärbel: „ach was, es gab eine heftige Ausseinandesetzung weil ich natürlich sofort die Frauenfrage angeschnitten hob, klar..  -usw.“  hier musss ich noch in meiner Fantasie recherchieren, hier verlass ich den Traunstoff vielleicht ganz und wende mich wieder der roheren Realität zu, wo du und ich, ja wie man sagt- ehrlich: ich glaubs nie ganz- wo wir auch alle  leben sollen….

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