Peinliche ARD und ihre Ressentiments

Die ARD und zwar die Bayern in der ARD haben sich gestern zu einer Abgeschmacktheit verstiegen,die zeigt, wie stillos man in der Redaktion Maischberger inzwischen geworden ist. Man hatte wohl mit einem großen Unwohlsein den neuen österreichischen Bundeskanzler Kurz zum Gespräch geladen. Man wollte ihn haben und gleichzeitig vorführen. Die Absicht war deutlich. Frau Maischberger, die ja besonders gern mit den elder statesmen wie Schmidt, Weizsäcker , Scholl Latour plauderte, „lasst dicke Männer um mich sein“- jetzt also mit einem jüngeren, dem jüngsten Bundeskanzler, den unsere Nachbarrepublik je hatte. Von Anfang an war ihre Ressentiment gegen den jungen Österreicher deutlich in ihren Gesichtszügen abzulesen und sie trug auch gleich erst mal ein zitat-haftes Sündenregister vor, das Kurz höflich und bestimmt von sich wies und gar nicht erst an seinen Kittel flicken ließ. Dann aber, nach einem Einspieler, saß plötzlich Jürgen Trittin mit in der Runde. Was sollte denn dieser alt-linke Grüne in diesem österreichischen Zusammenhang? Er sollte wohl Frau Maischberger beispringen, falls sich der österreichische Populist zu austro-faschistischen Redensarten hinreißen ließe. Trittin als politisch-korrekter Moralwächter, der vielleicht den austriakischen Newcomer obendrein noch den ein oder anderen Gesinnungspatzer entlocken könnte? Solche Kalküle müssen es wohl gewesen sein, die Trittin als peinlichen Gast hier platzierten. Jedenfalls war seine politisch nicht zu begründende Anwesenheit eine Plumpheit und eine Verletzung des Gastrechts, wie man sie der ARD trotz aller Erfahrung bis gestern nicht zugemutet hätte. Der Österreicher ließ sich nichts anmerken und erteilte den beiden Infanten, Sandra und Jürgen, eine Lektion darüber, wie man über Politik reden kann, ohne dem Gegenüber ständig unlautere Motive zu unterstellen. Der Fall bleibt aber so unanständig, dass man der Maischberger und ihrer Redaktion nicht mehr glauben mag, dass sie aus dieser Übergriffigkeit für die Zukunft etwas lernen könnte.

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