Verstaubte Ideen

Zu den völlig verstaubten Ideen aus den 80er Jahren gehört die Quotenfrau.Als diese Funktionärspuppe möchte keine stolze selbstbewusste Frau heute mehr geschätzt oder gar angesprochen werden. Man kann sie damit geradezu beleidigen. Folglich ist auch die von den grünen eingeführte Doppelspitze ein alter Hut, den sich selbst der konservative grüne Kretschmann nie mehr aufsetzen möchte. Der Zeitgeist kreiert überall Führertypen, autoritäre Figuren, auch weiblichen Geschlechts übrigens, (etwa Frau Merkel, die allenfalls mit sich selbst debattiert, mit sonst keinem,) doch die Progressiven von gestern wünschen es lauwarm und gut-menschlich rosarot, wie in den gängigen Talkshows. Wenn sie damit scheitern, sprich den Leuten mit ihrem Geschwätz auf die Nerven gehen, nehmen sie das als Tugend-Ausweis ihres sturen Durchhaltevermögens. Ihrer Treue zu Solidarität und Weltöffnungszeit. Niemand versteht zur Zeit das Zittern der SPD-Oberen vor ihrer Basis, die jetzt sogar mit Neinsagern auf Zeit aufgefüllt werden soll, damit das donnernde Nein von unten es allen zeigen wird, die SPD gehorcht ihrem Parteivolk aufs Wort. Es ist das alte Lied: diejenigen, die ihre Lächerlichkeit auf Dauer weder wahrnehmen, noch fürchten, fallen dieser schließlich zum Opfer und stürzen in den Orkus des Vergessens. Auch an die schneidige Jugend wird dort unten keine Erinnerung mehr blühen und Kevin endgültig allein zu Haus den Rest seiner trostlosen Zeit verplempern müssen.

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Andrea Nahles die ungekrönte Nummer 1

Ich bleibe dabei: warum kürt die SPD nicht ihre ASSE, die temperamentvolle Frau Nahles zur Vizekanzlerin? Die Partei müsste nie mehr fürchten, von Frau Merkel unsichtbar gemacht zu werden? Neben der Kanzlerin schüfe die Andrea Nahles den größten vitalsten Kontrast.- Sie spricht gerade heraus ohne akademische Allüren. Auch ganz Europa würde gewahr, dass wir neben der asketischen Vernunft-Frömmlerin auch noch eine andere weibliche Kanone im Stall haben, die in kräftigen Farben zu reden versteht, wie gestern als sie ihr Parteivolk herumriss und fragte: wisst ihr wie die Leute reagieren werden, wenn wir uns weiterhin zieren, die Regierungsmacht anzunehmen? (Kleine Pause für das Fragezeichen) Dann crescendo: „sie zeigen uns den Vogel. Once more: Sie zeigen uns den Vogel“. Das saß. So deutlich und unverquast deutsch kann Frau Merkel nicht sprechen, in ihrer einschläfernden Art der Bedenkenträgerei.

Was gäbe die Nahles auch für einen Kontrast ab zu den grünen Quotenfrauen und zur linksradikalen Madonna Madame Wagenknecht. Aber die SPD wird ihre Chance nicht begreifen und den nächsten Langweiler an die Spitze befördern. Wetten?

Peinliche ARD und ihre Ressentiments

Die ARD und zwar die Bayern in der ARD haben sich gestern zu einer Abgeschmacktheit verstiegen,die zeigt, wie stillos man in der Redaktion Maischberger inzwischen geworden ist. Man hatte wohl mit einem großen Unwohlsein den neuen österreichischen Bundeskanzler Kurz zum Gespräch geladen. Man wollte ihn haben und gleichzeitig vorführen. Die Absicht war deutlich. Frau Maischberger, die ja besonders gern mit den elder statesmen wie Schmidt, Weizsäcker , Scholl Latour plauderte, „lasst dicke Männer um mich sein“- jetzt also mit einem jüngeren, dem jüngsten Bundeskanzler, den unsere Nachbarrepublik je hatte. Von Anfang an war ihre Ressentiment gegen den jungen Österreicher deutlich in ihren Gesichtszügen abzulesen und sie trug auch gleich erst mal ein zitat-haftes Sündenregister vor, das Kurz höflich und bestimmt von sich wies und gar nicht erst an seinen Kittel flicken ließ. Dann aber, nach einem Einspieler, saß plötzlich Jürgen Trittin mit in der Runde. Was sollte denn dieser alt-linke Grüne in diesem österreichischen Zusammenhang? Er sollte wohl Frau Maischberger beispringen, falls sich der österreichische Populist zu austro-faschistischen Redensarten hinreißen ließe. Trittin als politisch-korrekter Moralwächter, der vielleicht den austriakischen Newcomer obendrein noch den ein oder anderen Gesinnungspatzer entlocken könnte? Solche Kalküle müssen es wohl gewesen sein, die Trittin als peinlichen Gast hier platzierten. Jedenfalls war seine politisch nicht zu begründende Anwesenheit eine Plumpheit und eine Verletzung des Gastrechts, wie man sie der ARD trotz aller Erfahrung bis gestern nicht zugemutet hätte. Der Österreicher ließ sich nichts anmerken und erteilte den beiden Infanten, Sandra und Jürgen, eine Lektion darüber, wie man über Politik reden kann, ohne dem Gegenüber ständig unlautere Motive zu unterstellen. Der Fall bleibt aber so unanständig, dass man der Maischberger und ihrer Redaktion nicht mehr glauben mag, dass sie aus dieser Übergriffigkeit für die Zukunft etwas lernen könnte.

Peinliche ARD und ihre Ressentiments

Die ARD und zwar die Bayern in der ARD haben sich gestern zu einer Abgeschmacktheit verstiegen,die zeigt, wie stillos man in der Redaktion Maischberger inzwischen geworden ist. Man hatte wohl mit einem großen Unwohlsein den neuen österreichischen Bundeskanzler Kurz zum Gespräch geladen. Man wollte ihn haben und gleichzeitig vorführen. Die Absicht war deutlich. Frau Maischberger, die ja besonders gern mit den elder statesmen wie Schmidt, Weizsäcker , Scholl Latour plauderte, „lasst dicke Männer um mich sein“- jetzt also mit einem jüngeren, dem jüngsten Bundeskanzler, den unsere Nachbarrepublik je hatte. Von Anfang an war ihre Ressentiment gegen den jungen Österreicher deutlich in ihren Gesichtszügen abzulesen und sie trug auch gleich erst mal ein zitat-haftes Sündenregister vor, das Kurz höflich und bestimmt von sich wies und gar nicht erst an seinen Kittel flicken ließ. Dann aber, nach einem Einspieler, saß plötzlich Jürgen Trittin mit in der Runde. Was sollte denn dieser alt-linke Grüne in diesem österreichischen Zusammenhang? Er sollte wohl Frau Maischberger beispringen, falls sich der österreichische Populist zu austro-faschistischen Redensarten hinreißen ließe. Trittin als politisch-korrekter Moralwächter, der vielleicht den austriakischen Newcomer obendrein noch den ein oder anderen Gesinnungspatzer entlocken könnte? Solche Kalküle müssen es wohl gewesen sein, die Trittin als peinlichen Gast hier platzierten. Jedenfalls war seine politisch nicht zu begründende Anwesenheit eine Plumpheit und eine Verletzung des Gastrechts, wie man sie der ARD trotz aller Erfahrung bis gestern nicht zugemutet hätte. Der Österreicher ließ sich nichts anmerken und erteilte den beiden Infanten, Sandra und Jürgen, eine Lektion darüber, wie man über Politik reden kann, ohne dem Gegenüber ständig unlautere Motive zu unterstellen. Der Fall bleibt aber so unanständig, dass man der Maischberger und ihrer Redaktion nicht mehr glauben mag, dass sie aus dieser Übergriffigkeit für die Zukunft etwas lernen könnte.

Mit sich alllein?

Wie schreibt man über das eigene Leben? Einerseits ist das eine platte Angelegenheit, kaum der Rede wert, andererseits eine Fülle von Fällen und Einfällen. Was habe ich erfunden und was hat mich erfunden und getragen? Wie oft stürzte ich ab?Das versuche alles niemals auseinanderzuhalten, als gäbe es diese reale Grenze zwischen wahr und fiktiv. Das weißt du nicht, das hast du nie entschieden. Mach dir nichts vor, aber das ist unmöglich, du hast dir immer etwas vorgemacht und hast es geahnt, während du das Schauspiel abzogst. Dein ganzes Leben war dieses Vormachen, diese Lust an der Selbsttäuschung, denn sie war immer der schmerzenden Nüchternheit vorzuziehen, in der nichts geschah. Sich einzugestehen, dass nichts geschah, dass die Stimme des Schicksals sicher wieder nicht gemeldet hat, als hättest du gar kein Schicksal, als gehörtest du zu den Vergessenen, niemals Aufgerufenen? Du wurdest übersehen, so laut du auch werden wolltest, man hat dich nicht beachtet. Das bezeichne den Nullpunkt der Erfahrung, wo die Radikalisierung beginne, wo der Ignorierte sich umschaue und in seinem Nacken den Verfolger spüre, der sich als Freund entpuppe und den Vergessenen, dem ins Nichts Verfallenen Beachtung, Anerkennung verspreche. Freilich Hilfe von der Sorte Mensch, die bei allen Erziehern und Priestern der Gesellschaft als Abschaum und als Ausgeburt der Hölle verschrien und verurteilt wird. Nein das weißt du, und auf diese Art Hilfe aus dem Nebengleis der Hoffnung hast du nie gesetzt. Du konntest schicksallos allein für dich bestehen.