Kleiner Mann wird immer größer

Der Philosoph Nietzsche stellte sich einmal die Frage, ob der Durchschnittsmensch oder Haustiermensch, wie er auch sagte, besser bzw. eher einen Kleinen groß oder einen Großen klein machen könne? Er hat sie auch beantwortet, wie ich es hier natürlich nicht tun werde. Doch wir haben zur Zeit so viel Anschauungsmaterial zu dieser Frage, dass ich ein Beispiel dafür anführen möchte. Ist der Franke Söder wirklich ein so großer Mann, dass er den legendären Franz Josef S. beerben kann? Und das hieße ja, ihn endlich in die ewig stummen Schatten im Orkus zu verscheuchen. Fairerweise muss man sagen, dass das bisher weder dem Herrn Stoiber noch dem Horst Seehofer gelungen ist. Wird es also im neuen Anlauf dem Markus Söder glücken? Sodass das Volk der Bayern selbst wieder ganz bedeutend werden kann? Ich zweifle daran, denn abgesehen davon, dass er weder Latein noch Griechisch so gut kann wie der Vorfahr, hat er bisher auch nicht bewiesen, dass er mit unangenehmen Entscheidungen seine Beliebtheit beim Volk geradewegs noch steigern kann, wie das der Strauß konnte. Das Volk liebte ihn und seine polemische Kampfkraft so sehr, dass es ihm blinden Gehorsam leistete, auch wenn es harte Opfer dafür bringen musste. Er wird schon recht haben, er weiß doch alles am besten, sagte das Volk bewundernd ohne zu murren. Nun wird mir der ein und der andere politische Kannegießer sofort einwenden, aber es war doch eine andere Zeit. Die Zeit war ganz anders. Tempora mutantur, sicherlich, aber das ist eben kein Argument, das der Strauß nicht jedem sofort aus der Hand geschlagen hätte. Redet ihr mir doch nicht in mein Latein hinein, von dem ihr Bierdimpfel ja keine Ahnung habt. Herrscherliche Autorität ist keine Zeitfrage, sondern der Spiegel, worin das Volk sofort seinen Leitwolf erkennt, nach dessen Stab es zu springen und zu tanzen lernt. Ist Söder nun ein neuer Leitwolf? Nein, denn ein solcher grinst doch nicht in jede Kamera , turnt dauernd in billigen Talkshows herum und lässt sich von einem Herrn Dreikäsehoch törichte Fragen stellen. Aber vielleicht holt sich der Markus ja den großen Uli Hoeness ins Beiboot, der ihm zeigt, wie mit der Medienmeute umzuspringen ist. Nie auf Augenhöhe, immer mit der Reitpeitsche. Am besten und erfolgreichsten wäre sicherlich, der Söder kaufte sich selber eine Medienanstalt mit süßen Girls, die von smarten Knechten im Zaum gehalten werden. Dazu müsste er aber endlich anfangen, wie der Berlusconi stinkreich zu werden, indem er reiche Sponsoren hinter sich bringt. Siemens, Audi, BMW brauchen doch stets große Werbeflächen, worauf Spitzen- Entertainer Söders neue unpolitische Politik verkaufen könnten. Das Konzept dafür müsst  mich das Markusle aber anständig, das heißt gehörig bezahlen. Sonst helfe ich ihm nicht, groß und immer noch größer zu werden.

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