Die Zeit ist nah

Gegenwärtig weiß niemand, wann unsere Weiterreise beginnt. Klar ist nur, dass die Fortschrittslinie von Adenauer über die Beatles bis zu Donald Trump allmählich endet, ja verendet. Daher der politische Nebel überall im Moment. Die gehetzten Leute sprechen von Digitalisierung und Bildung, zwei Schlüsselbegriffe, sagen sie, die Geld und neue Jobs bringen. Mehr ist nicht bekannt, der junge Lindner will sogar Digitalisierungsweltmeister werden. Kein Stein wird dabei auf dem anderen bleiben, das Mauerwerk unseres gewohnten Daseins wird vollkommen zerstört werden. Solche Hiobsbotschaften liest man täglich in den Zeitungen. Das sei aber gut so, beruhigt man uns, weil das Neue immer das Alte zerstören müsse, das sei ein uraltes Weltgesetz. Es handele sich um einen gigantischen Transformationsprozess, in dem der Mensch in eine völlig neue Beziehung zur Maschine eingehe. Die Vorzeichen dafür sieht man an den Jungen, die bereits für diese Entwicklung fleißig mit ihren smartphones trainieren. Sie wollen die ersten sein. Deshalb müsse man alle Schulen und Einrichtungen, wie die Haushaltsgeräte und Automobile auch, einer vollkommenen Digitalisierung unterwerfen. Andernfalls werde Deutschland und Europa abgehängt und von fremden Mächten erobert und und versklavt.

Um dies zu verhindern, brauchten wir zudem noch die innovative Bildung, deren Begriff sich auch bereits in einem vollkommenen Umbruch befindet. Noch nie war die Bildung so eng mit Geld und Jobs verknüpft wie heute. Man hat diesen alten Begriff vom Dachboden der Geschichte, vom Überbau im Slang der Altlinken, geholt, entstaubt und auf den Boden der Tatsachen geschmissen, um ihm endlich sozioökonomische und gendermäßige Sprachnormen beizubringen. Das ist bereits in vollem Gange. Und jeder Philosoph und Weltbetrachter weiß doch seit langem, ein Vorwärtskommen ist noch nie ohne Verfall und totale Zerstörung möglich gewesen. Wenn zivilisatorische Treppenhäuser einstürzen, heißt das eben nicht, dass der Fortschritt dadurch gebremst würde. Im Gegenteil, er nimmt noch mehr Fahrt auf, wie wir es gegenwärtig ja auch schon spüren. Das legt Urängste frei, Flüchtlinge, Schutzbefohlene werden verdächtigt, nichts als die Vorhut von Eroberern zu sein, die bald schon persönlich eintreffen könnten. Andere heidnisch inspirierte Gruppen wollen die Natur retten, die sie als Mutter-Gottheit verehren. Als hätte je ein Mensch schon die Natur gerettet. Ein völliger Irrglaube, dem jüngst ein berühmter Waldforscher entgegentrat, der in einer populärem Fernsehshow verkündete, man solle den Wald endlich in Ruhe lassen, dann werde man noch staunen, der Wald verfüge über Zauberkräfte und könne die ganze Menschheit retten, wenn diese von ihrem Hochmut ablasse, Wald und Natur retten zu wollen. Immer mehr Heilsmänner und Wunderfrauen treten auf, am Vorabend der Digitalisierung und des ökonomischen Bildungs -und Umbildungsprozesses. Dagegen stemmen sich die Kirchen mit ihren reformatorischen Bemühungen für eine Rechristianisierung. Vergebens. Vordergründig erscheint alles etwas chaotisch. Doch in den Hinterzimmern der Welt sitzt eine technologische smarte Elite, die einen Versuchsballon nach dem anderen auf die Weltbühne hinausschickt, bis sie den ultimativen Trick gefunden hat, mit dem sie den Urknall zündet. Ein Ereignis das welterschütternder sein wird als die französische Revolution von einst, sagen mir einige Experten.

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