Die tragikomische Farce der SPD

Mit zeitlichem Abstand denke ich, die Sozialdemokraten werden für ihre entsetzlichen Irrtümer und Fehlgriffe bestraft. Die linken Schwärmer und Spinner haben Helmut Schmidt gestürzt, der es richtig sah und vorhersah, dass die Raketen die sowjetische Volkswirtschaft in die Knie zwingen werden. Reagan tat das übrige und drohte mit seinem Weltraumprojekt SDI, ein grandioser politischer Trick, der gar nicht realisierbar war, aber als Drohung seine Wirkung nicht verfehlte.  Dann trat Gorbatschow aus der Geschichtskulisse und die Mauer fiel. Die SPD aber erzählt immer noch die Legende, die tapferen Widerstandskämpfer der DDR seien es gewesen, die die Mauer einstürzen ließen. Das mag ja schmeichelhaft und gut für die deprimierten Selbstwertgefühle der ehemaligen kommunistischen Sklaven sein. Wahr aber ist daran nichts.

Die Sozialdemokraten wollten sogar 4 Jahre vor der Widervereinigung noch klein beigeben und der Sowjetunion anbieten, auf die deutsche Einheit zu verzichten. Dann kam schon bald der Bruder Leichtfuß und Showman Schröder, der seinen Konkurrenten Lafontaine rauswarf, welcher sich daraufhin rächte, der Linkspartei beitrat und der SPD sehr viele Wähler-Stimmen wegnahm. Die Misere dauert an. Aber auch wenn ich daran denke, dass sie den Vordenker Peter Glotz einer völlig unbedarften Frau opferten, die keine andere Qualifikation hatte als die, eine Frau zu sein. Dummheiten und Irrtümer am laufenden Meter. Kann man einer solch törichten Partei noch vertrauen, die dem Zeitgeist hinterherläuft und sich seit Jahren den Grünen, einer sentimentalen Sektenspezies der Politik, anbiedert? Nein, kein halbwegs politischer Zeitgenosse kann das, die alte Arbeiterpartei  müsste ganz neu beginnen, sich von der vulgärmarxistischen Ideologie, die sie noch immer umtreibt,  radikal trennen und erkennen, dass es gerade die Arbeitswelt sein wird, die sich von Grund auf verwandeln wird. Sie brabbelt irgendwas Zeitgemäßes von Digitalisierung, weiß aber nicht, was der Begriff bedeutet und welche Folgen das haben wird. Sie springen auf jeden Zug der Technisierung auf und verleihen ihm ein paar Wimpel zum Andenken an ihre glorreiche Vergangenheit. Ja, die SPD hat eine große Vergangenheit,  aber wohl keine Zukunft mehr. Sie hat keine Ideen und ist personell wie die anderen Kleinbürgerversammlungen völlig ausgeblutet. Politisches Handeln ist gefragt und durch bloßes Administrieren und Organisieren von Funktionsabläufen – trotz Luhmann- nicht zu ersetzen. Wir sind mitten in einem geschichtlichen Umbruch und es fehlen überall die Personen, die die Vorgänge beschreiben und durchdenken könnten. Die Gurus der öffentlichen Meinung aber schwafeln uns Tag und Nacht die Ohren voll. Heidegger hat recht,:„die Öffentliche Meinung verdunkelt alles.“

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