Literaturkritik als fake

Kritik , wie lJoma Mangold, der Literaturchef der Zeit, sie versteht und betreibt, der den neuen Roman Yasmina Rezas weder empfehlen noch deutlich kritisieren kann, ist unbrauchbar und unnütz. Einerseits wirft er ihr vor, eine billige „Klamotte“ verfasst zu haben, andererseits findet er in dem Roman auch „absolut brillante und hellsichtige Szenen,  wenn sie zum Beispiel den politischen Mentalitätswandel einfängt.“  Absolut- die Fußballersprache bringt das Wischiwaschi seiner mangelnden Urteilskraft ans Halbdunkel des Textes.  Was könnte man sich unter „absolut brillant“ alles vorstellen und was bitte mit „politischem Mentalitätswandel?“ Alles Beliebige und nichts Genaues. Und wie wäre ein Wandel wohl einzufangen? Solch gewöhnlichen Phrasen, schiefen Metaphern  und „absoluten“ Superlativen  hätte ein Literaturkritiker, der diesen Titel beansprucht, freilich zu entgehen. Vor Irrtümern ist auch er nicht gefeit, das Urteil kann falsch sein, doch seine originelle Begründung und nur das beste sprachliche Niveau könnten  es verzeihlich machen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s