Skandal um Jutta

Es kann passieren, was will, Jutta Ditfurth beobachtet alles, Sämtliches, ganz  anders.  Sie war tagelang am Ort des Schreckens aktiv und dabei und  weiß,  -da sie, das betont sie andauernd, historisch und soziologisch gebildet, – wie alles in Hamburg ganz anders war, als die Medien, die Polizei und die herkömmliche Spießerpolitik es darstellten. Sie war dabei und sah wie die Polizei systematisch das  Chaos und die Gewalt erst schuf, die sie dann zu bekämpfen vorgab. Die Polizei habe, wie schon früher beim linken Kampf gegen die Kernkraftwerke, Jutta war immer und überall dabei, auch in Hamburg die Menschenrechte mit Füßen getreten. Auch habe sie die Hölle, die der schwarze Block ja in popmusikalischer Anspielung auf Highway to hell  ironisch gemeint habe, überhaupt nicht verstanden und deshalb wie besessen auf die friedlichen Demonstranten und Bürger eingeprügelt und die Gewalt entfesselt, die jetzt von allen so scheinheilig beklagt werden würde. Ihr, der altlinken  Jutta, ginge es nicht darum, irgendetwas zu bejammern, sie wolle verstehen. soziologisch und historisch- .was da wirklich passiert sei, während die Leute um sie herum nur wieder ihre billigen Klischees lostreten wollten.

Bei einer solch märchenhaften Auffassung des Realen war die Sandra Maischberger als Moderatorin naturgemäß und  völlig überfordert , die bis zuletzt ihren Gästen wie kleinen Kindern die Sendesekunden zuteilen wollte wie Schokoladestückchen. „Noch einen Satz,-  nein zwei ..“erwiderten die erbosten Gäste über diese Art von Reglementierung ihrer Bewusstseinseinsätze. Nein, so schick die Fernsehmoderatorinnen auch sein mögen, um die chaotischen Zustände in den heutigen Fernsehstudios zu ordnen und dem Publikum zu erklären, müssten die TV-Anstalten endlich Spezialkräfte aus der psychiatrischen und forensischen Forschung einsetzen.

Als Frau Ditfurth den neben ihr sitzenden immerzu kopfschüttelnden Polizeimeister Lenders (CDU) dann  rüde beleidigte, platzte Herrn Bosbach, dem einzigen Repräsentanten des gesunden Menschenverstandes weit und breit  hierzulande, der Kragen und er verließ das Studio. Das war das Hauptereignis, das von der wirren Debatte um und  mit Jutta in Erinnerung bleiben wird. Denn der linksradikal argumentierende Aken von den Grünen hatte außer seinem Selbstlob, – jaja, auch er war dabei und leitete eine friedliche Demonstration,-   und  einigen unverständlichen Angriffen auf die Polizeiführung kaum etwas  zu sagen. Anders der Sternjournalist Jörges, der offenbar eine politische Funktion anstrebt, so megaloman und penetrant drängt er ans Wort und unterbricht  jeden und jede. Er kommt einfach immer zu kurz mit seinen weitschweifigen Klagen und Erklärungen und er kapert die kostbare Sendezeit, wann und wie er nur kann. Er braucht ein Amt, wo er stündlich gefragt wird. Sonst wird er zum männlichen Pendant der weiblichen Nervensägen, die wir bis zum Erbrechen aus der Partei der Grünen kennen.

Das Chaos im Studio war wie eine Parodie auf die Hamburger Verhältnisse, gleichen Geschlechts bis auf ein paar rührende Unschuldsmomente, die uns Frau Barley von der SPD liefern konnte.  Ihre Partei, die es schon so lange gebe, sei immer links und immer friedlich gewesen und habe jede Form von Extremismus immer strikt abgelehnt.  Das hat sie so fromm und schön vorgetragen, dass man gerne wüsste, welches politische Gebetbuch sie mit einem Geschichtsbuch verwechselt haben muss, um in ihrer Gesinnung fest und treu zu bleiben. Sie ist ja jetzt auch SPD-Ministerin geworden.

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