Altbackene SPD

Die Erzväter sind nicht mehr da und mit den flotten Teenies lässt sich auch nichts verjüngen. Der Kontrast zwischen dem Kampfgeist des Martin Schulz mit seinen schweißgetränkten Durchhalteparolen und dem frivolen Charme Gerd Schröders in der Manier des postmodernen Pharmavertreters hätte größer nicht ausfallen können. Gerds Venceremos kam wie eine nostalgisch verblühte Pointe aus dem Leihhaus. Beider Reden hatten nichts von einer Brücke, sondern signalisierten eher den Waffelbruch edler Traditionsphrasen, die eine in die Jahre gekommene Partei mit frisch polierten alten Souvenirs und Ehrennadeln ausschmücken sollten. Zeitgemäß war an der Selbstinszenierung der SPD gar nichts, alles Recycling. Auch die vollmundige Jungmutter Manuela Schwesig riss niemand von den Bänken. Man glaubte ihr kein Wort, weil sie kein Sopran ist und jeder ihrer Töne viel zu hoch angesetzt war, gerade auch der ihres Kampfes gegen rechts. Nein , man nahm ihr die Unschuld nicht ab, mit der sie aus Erfahrungen sprechen wollte, die sie nicht hat, ihr nur wieder ein untalentierter Coach ins Manuskript hinein geschrieben hatte. So attraktiv und jung sie erscheint, sie überrascht niemand mehr. Zum Glück hatte sie den großväterlichen Aufpasser Hubertus Heil neben sich, der aufpassen wird, dass kein ideologisches Kind wie sie in den sanierten Alt-Brunnen stürzen wird.

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