Integration ist wichtig

Späße im Ernst, die Füße im Feuer könnte man auch sagen, wäre man böswillig. Kurz die Diskussion jüngst in der ARD, moderiert  von Frau Silke Wurm, war im Sinne einer fruchtbaren Integration sicher gut gemeint, nur wurde die Streitsache immer übergriffiger, je länger das Spektakel dauerte. Der ausländerfeindliche, deutschstämmige  Taxifahrer Karlheinz Holznagel wies zwar von Anfang an darauf hin, – er sagte immer er beweise darauf hin-  man müsse in der Sache schon sehr genau differenzieren, und auch die deutschfeindliche, obwohl mit einem Deutschen lange verheiratet gewesene  Sozialpflegerin Frau  Fatiha Wagner- Salimborski  wehrte sich immer wieder gegen das Etikett der Deutschfeindlichkeit, das ihr aufgedrückt werde von bestimmten Medienmachern.  Und sie wisse auch genau, warum, zischte sie scharf in die Kamera.  Dazu kommen wir noch später, sagte Frau Wurm schnell.  Gewiss, wandte der Medienwissenschaftler Prof Polzheimer, vom  Institut für deutsche Sprache in Mannheim, ein,  doch so werde von beiden Seiten der im Lande brodelnde Konflikt doch mehr auf die kleinste Flamme herunter geredet, sagte der in neutraler Position angetretene Dieter Polzheimer, man müsse die Dinge schon beim Namen nennen, auch wenn die Realität heute oft so komplex erscheine, dass alle Begriffe sich scheinbar sofort  aus dem Staub machten, bevor man sie überhaupt  in eine n Art Klartext überführen könne.  Aber das erscheine nur so, dafür habe er aber großes Verständnis, doch seine Medienanalysen zeigten deutlisch—er schleppte tatsächlich deutlich das fehlerhafte  „s“ im Wort deutlich mit sich herum.  Silke  Wurm versuchte indes die Debatte wieder zu beruhigen und zu ordnen, und auf dem Höhepunkt spielte sie auch einige kleine Realitätsausschnitte ein, die zwar nicht repräsentativ seien im wiss. Sinne, aber doch eine gewisse aufgeheizte Stimmung zeige, die wenigstens als Diskussionsgrundlage dienen könnte. Dagegen wehrte sich Frau Fatihah Wagner- Salimborski entschieden. Es sei ein Klischee, das der Filmausschnitt aus  Halle zeige mit den Übergriffen auf friedliche Deutsche  beim Bier und am Rande einer Folkloretagung, sie lebe in Bayern und dort –“wissen Sie das Bayernargument“, unterbrach sie Prof Polzheimer,  „ist hier sehr billig und völlig unangebracht. Es nervt allmählich auch“. Pardon, dass ich das so deutlisch sagen muss.  Frau Wurm interviewte jetzt, um wieder Ruhe und Konsens  in das giftiger werdende Klima  zu bringen,  eine deutsch-türkische Polizistin, die bestätigte, dass gewisse Bürger mit deutschem Pass – ob mit oder auch ohne  Migrationshintergrund eindeutig- hier kam es zum Eklat, -Karlheinz Holznagel von der deutschen Partei verließ mit Protestschreien das Studio, denn so schrie er, das sei wieder einmal typisch ARD, wo ständige alles manipuliert und verfälscht werde und man als normaler Deutschen gar nie zu Wort käme. Ein Teil des  Studiopublikum, Lügenpresse skandierend, geriet sich mit einem  anderen, das  pfiff und grölte „Nazis raus“, in die Haare. Sicherheitskräfte griffen ein im Hintergrund.  Es wurde ein Desaster“,  aus dem Frau Silke Wurm nur mit Mühe und Hilfe des Herrn Prof. Polzheimer, der noch einige liberale, aufgeklärte Worte zur Tradition der Aufklärung, die in letzter Zeit verschütt zu gehen drohe, sprach. Es sei nun mal, wie es ist, moderierte Silke Wurm den Skandal ab,  doch in einer Demokratie gebe es nun mal  zu einer Auseinandersetzung, auch wenn das oft hart klinge, keine Alternative.  Sie bedanke sich bei den Zusehern und wünschte ihnen trotz allem eine gute friedvolle  Nacht.

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