Ein schlichter Kopf stieß auf ein gutes Buch.

Die Frankfurter Allgemeine ist wohl auch von allen höheren Geistern  verlassen worden. Ein gewisser Carsten Fischer unterstellt  dem Historiker Egon Flaig und seinem Buch „Niederlage der politischen Vernunft“ finstere,  gegenaufklärerische Absichten. Da Flaig eine andere Auffassung von Aufklärung (übrigens streng mit und nach Kant) vertritt als Fischer, nennt Fischer jene Gegenaufklärung. Das primitive Muster ist bekannt. Wer den Sozialismus kritisiert, muss ein Faschist sein. Fischer stellt Flaig  platterdings in die ganz rechte Ecke. „ Zur Verschleierung seiner ideologischen Glaubensbekenntnisse dient Flaig das klassische Muster der Verschwörungstheorie gegen alle Andersdenkenden in Politik, Wirtschaft, Recht, Medien, Wissenschaft und Religion. So denunziert er die seriöse Forschung usw.“ Was ist das denn? Eine andere klassische Denunziation? Oder eine ganz andersdenkende Verschwörungstheorie?  Fischers  grobe Lesart ließ ihn das Buch nicht verstehen. Er fühlte sich angegriffen beim Lesen und  seine verfehlte Rezension sagt uns, warum.  Aber das ist eben weit weniger interessant als Flaigs Analyse eines fehlgeleiteten politischen Denkens, unter dessen Epigonen zufällig auch ein Fischer, einer Fischer heißt. .

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Something is wrong

Einige der maßgeblichen Denker, die heute als rechts gelten und verschrieen werden, sind in Wahrheit ehemalige Linke, die die Exzesse dieser politischen Wind-Richtung zu korrigieren suchen. Männer wie der Historiker Egon Flaig zum Beispiel, der die „Niederlage der Vernunft“ uns warnend nachzeichnet.

Die klügeren Medienleute könnten helfen, diesen  Sachverhalt aufzuklären. Doch sie trauen sich nicht. Sie könnten dadurch ihre Karrieren und gut dotierten Posten gefährden.Sie wagen es noch nicht einmal, die barbarischen Schandtaten der sog. Antifa zu melden. Das erinnert mich an die alten Muster des Verschweigens der stalinistischen Untaten. Denn diese sähen zwar den Nazigreueln sehr ähnlich, argumentierte und eiferte man, aber seien aus irgendeinem Grunde letztlich human motiviert. Im Sinne der großen Utopie der sozialistischen Menschheitsbefreiung. Diese finde heute sogar wieder im Namen des Islams statt, der uns aus der westlich kapitalistischen Knechtschaft  erlösen wolle. Also Toleranz  gegen Mörder und Terror der fremden Religion– gespenstisch!. Das Fracht- und Flaggschiff der Geschichte steuert wieder dem Abgrund zu. Die Trumpfkarten der Hoffung liegen bei der allmählich erwachsenden künstlichen Intelligenz, sagen uns die Techniker. Sie werde das Steuer auch in der Politik übernehmen und unsere intellektuellen  Apokalyptiker  sanft bekehren. Ich kann es nur noch nicht glauben.

Aus: „ Meine Traumprotokolle“

Hatte heute einen wirren Traum, Seehofer der bayrische Löwe ist plötzlich gestorben an einer Fischgräte, wie in dem berühmten Stück von Witold Gombrowicz. Eine namenlose Staatstrauer brach aus , ein riesiges Machtvakuum  bedrohte die bayrische Gemütlichkeit. Wer sollte ihm nachfolgen? Die Ratlosigkeit eskalierte und am Ende pilgerten  hohe Würdenträger, unter denen viele Prominente wie Uli Hoeness, der  Schubeck und sogar ein uralter Wittelsbacher mit seiner taufischen jungen Frau zu sehen waren , nach Rom, um vom greisen Expapst Benedikt  Weisheit und Rat zu erbitten. Der Papst ging lange in sich, während die Münchner Pilger im Vatikanstüberl auf ihn warteten. Nach wenigen Tagen öffnete er seinen Hörsaal und sagte, er habe es lange überlegt. Aber man müsse endlich sowohl die alten Denk-Schablonen  des kalten Krieges, als auch das intellektuelle Stroh  der 70er und 80er Jahre über Bord werfen. Eine neue geistespolitische Umkehr sei im Gange. Das habe er deutlich in seinem Gebet gespürt. Auch sein Freund Wojtyla habe ihm wieder einen entscheidenden  Wink gegeben. Kurz: Er rate seinen braven Landsleuten, den Schulz zu ihrem neuen Führer zu ernennen. Er sprach das Wort Schulz sehr weich und langgezogen aus.   Maßlose Sprachlosigkeit erfasste die Münchner Runde, aber Benedikt duldete keine Einsprüche oder Diskussionen. Der Relativismus des kranken westlichen Denkens, sagte er streng,  sei am Ende und nur ein Europäer von der bescheidenen, demütigen Statur des Herrn Schulz sei die beste Lösung. Der Würselener sei überdies katholisch, käme aus einfachem Hause wie unser Herr Jesus, dessen Vater bekanntlich ein Zimmermann war,  und überhaupt mit dem modischen protestantischen Faxen  könne die Einheit des deutschen Vaterlandes nicht mehr gerettet werden. Die Nachricht verbreitet sich in wahren Schockwellen über ganz Europa. Ich kann mich noch gut erinnern, welche Polemik und welchen Straßenaufruhr es zunächst gegeben hatte.  Allmählich aber leuchtete es jedem ein, sogar den radikalsten Atheisten und Protestanten, dass nur durch eine Renaissance der katholischen Machtfülle, und deren ästhetischen Glanz die Gefahr der Islamisierung Europas noch einmal abgewendet werde konnte. Benedikt hatte gesprochen  und lud die bayrischen Emissäre  noch zu einer kleinen stillen Eucharistiefeier in seine Hauskapelle ein. Schulz war inzwischen schon in einem mit schönen Marienbildern  bekränzten Sonderzug, in welchem viele europäische Spitzenvertreter der Industrie und der IT Branche ihn begleiteten, unterwegs in die bayrische Hauptstadt, wo er auf dem Marienplatz öffentlich seinen vielen Irrtümern abschwören sollte. Böse Zungen in meinem Traum spotteten, jetzt erst mit dieser Schulzwende seien die braunen Erinnerungen an die einstige Hauptstadt der Bewegung endgültig reingewaschen. Wie es weitergeht, weiß heute jeder.  Ich stieg damals in meinem Traumzug eine Station vor München aus, um mich mit meiner Exfrau auszusöhnen. Ich war jetzt genau in der richtigen Stimmung.  Sie war ja auch eine gute, sehr sinnliche  Katholikin.  .

Die Rede von der Komplexität

Man hört die Phrase immer häufiger. Was bedeutet sie und wozu wird sie gebraucht? Sie hängt wohl mit der Digitalisierung zusammen, mit dem Internet der ins Unendliche vernetzten Dinge. Dieses Meer der Daten ist zwar schon da, aber weder überall befahren, noch gibt es zuverlässige, geprüfte Seekarten, die einem Kapitän oder Schiffsunternehmer eindeutige Orientierung gäbe. Die Welt der Dinge ist also bislang undurchschaubar, liegt weitestgehend im absolut Dunklen, in welchem wir uns die alten Legenden aus dem analogen Dasein , Bilder wie z.B. das vom Wald von lauter Bäumen, erzählen, um unsere Angst vor der Zukunft etwas zu dämpfen. Auch die Aussagen von der Komplexität mögen goldrichtig  wie unerklärlich sein, hauptsächlich aber sollen auch sie uns fürs erste beruhigen. Wenn keine einfache Aussage und Lösung in der Welt mehr wahr sein kann, weil sie viel zu einfach daherkommt, viel zu unterkomplex  ist und  ihre eigene Bedingtheit durch  die weltumspannende Komplexität nicht durchschaut, wird der Begriff Wahrheit und Tatsächlichkeit überhaupt verdächtig und öffnet das Tor, hinter dem Myriaden von Meinungen und Lügen sich ausbreiten und überall verbreitet werden. Vor diesem Tor steht das prophetische Wort Heideggers, des Philosophen: „ Das Licht der Öffentlichkeit verdunkelt alles.“

In dieser Welt-Finsternis verwenden die Mediensprecher das Wort Komplexität natürlich auch als Keule gegen Andersgläubige.  Und ehrgeizige Wissenschaftler aller Couleur, die in spe zugleich Mediensprecher sein werden, unterstützen sie bei der Dekonstruktion der viel zu einfachen Sprache.  Jedem bekannt ist inzwischen die Zertrümmerung der Märchenwörter männlich und weiblich. Es sind nichts als triviale Mythen und  primitive Propagandakeulen, sagen die Genderistinnen und Genders. Ähnlich könnte man auf die Unterkomplexität der sozialen Gerechtigkeit verweisen. Wer behauptet denn ernsthaft noch, dass das System des Sozialen mit dem System Gerechtigkeit kompatibel, vergleichbar, vereinbar sei, wo Gerechtigkeit doch kaum eine empirische Basis für sich reklamieren kann undsoweiter.  Man sieht, solange die neue Weltstruktur der Komplexität aller Dinge noch ganz im Anfang seiner Erforschung steckt,  sind wahre Sätze und Reden für die nächste Zeit gar nicht mehr möglich. Sie gehören noch der teils schon  überwundenen, analogen Unvernunft an. Drum das weltweite Gezänk um die fake  news, jeder Populist gleich welcher Hautfarbe und Gesinnung behauptet, was er will und schleudert die Komplexität als polemische Keule gegen den anderen, der etwas anderes will  und das mit viel zu einfachen Formeln erklärt.  Die Digitalisierung läuft darauf hinaus, dass wir unser Denken und Meinen den Superhirnen der künstlichen  Intelligenz überlassen, bei welchen wir dann wie heute an den Bankomaten unsere Einsichten und  Überzeugungen  abholen. Das ist die Aussicht auf die schöne digitale Welt,  in der dann Werte wie Landessprachen und Demokratie, Gleichheit usw. als Antiquitäten und Oldtimer in noblen Kinosälen gepflegt und bewundert werden können.

 

Meinen irren und wählen

Ich meine: Die Wahlkämpfer reden viel zu  abstrakt für die  gewöhnlichen Leute: „Gerechtigkeit, Sicherheit, Freiheit, Deutschland“. Welche Kaliber? Nichts als Phrasen?Die Linken sind da schon deutlicher, sie sind gegen die Reichen und fordern deshalb die Reichensteuer. Tusch. Das kapiert jeder BILD-Leser sofort. Aber Gerechtigkeit, mein Gott Schulz, sag klar und deutlich, welchen armen Leute du helfen willst, den Krankenschwestern, den Straßenarbeitern, den Schreinern, den Maurern, den Müllwerkern, den Hartz 4 Empfängern und vielen anderen Abgehängten und  Benachteiligten, die in der ständigen Panik leben, ihre Arschkarten einfach nie mehr loszuwerden. Sag „Arschklarte“, Schulz.. Lass dich coachen von Franz  Josef Wagner, dem absoluten Erfolgsautor von BILD.  Er schaut dem Volk täglich aufs Maul. Er hat die Sieger-und Volksvokabeln zu Tausenden in seiner Sammlung, die du ihm einfach abkaufen solltest.

Die C- Politiker tun sich leichter, sie lassen es hin und wieder auch raus, reden Technokratendeutsch, das wirkt kompetent, zukunftsaffin oft. Man achte nur darauf, wie sie Digitalisierung aussprechen, ohne zu ahnen, was sie damit erhoffen. Und zwischendurch sagen sie es sogar sehr unverblümt. „Liebe Landsleute, aus Sicherheitsgründen müssen wir euch alle, aber nur solange der Terror droht, beruhigt euch, streng überwachen. Das geschieht nur zu eurer Sicherheit.  Und diejenigen von euch, die redlich und anständig sind, haben doch eh nichts zu verbergen. Stimmt’s?“ Der FDP geht das an die Nieren, klar.   Sie wähnen sich immer noch als Hüter der Freiheit..In der Kantine wird gewitzelt. Wenn die FDP endlich ihren alten Hut der Freiheit zum Wertstoffhof brächte, könnte sie weder mitregieren, mit Dienstwagen, Auslandsreisen pipapo. Aber sie sind eben Prinzipienreiter und ihre alte Lust, gegen die Religionen blank zu ziehen, haben sie auch längst verloren. Verständlich, auch  sie  wollen sich nicht köpfen oder massakrieren lassen wie Theo van Gogh.  Wen hat das nicht erschüttert, damals und wer will sich dagegen schon wehren? Im scheinbar so aufgeklärten Europa?

Den Vogel schießen freilich wieder die Grünen ab. Sie haben noch immer die Chuzpe nach verlorenen Wahlen hin zu stehen und zu sagen, das Wahlvolk hat falsch gewählt, wir müssen es noch stärker aufklären. Sie meinen erziehen und merken nicht, dass aufklären niemand mehr irgendetwas sagt. Es ist eine Phrase.

Bleiben noch die  Deutsch-Nationalen, sie vermissen das alte Deutschland, das Gefühl, das heute nur noch  bei den Klängen der Nationalhymne aufersteht. Das ist ihnen viel zu wenig. Sie fürchten tatsächlich den Islam, der uns erobern will. Sie zitieren dazu Boumedienne, den algerischen Präsidenten, der uns als Kriegsbeute im Visier hat und sagt: Wir werden euch erobern, nicht mit Waffen, nein, sondern mit den Bäuchen unserer Frauen.

Doch die Feinderklärung der Nationalen wirkt nur mäßig, die Leute, besonders die jüngeren, haben keinen Bock auf Feindschaft.  Sie sind ja alle bei facebook und  sagen sich: Bis die muslimischen Frauen mit ihren fruchtbaren Bäuchen all die Millionen Kinder gebären, bin ich eh schon längst wieder weg. Bis dahin soll das Leben eine coole Party werden. Was soll’s. „Politik geht uns eh am Arsch vorbei“.

Die fortschreitende Islamisierung Europas

Die Zeichen der Islamisierung Europas sieht ein Blinder, dennoch wird sie heftig bestritten und vernebelt von den Gutmenschen aller Couleur. Warum? Ist es, weil die Brandstifter so eindeutig handeln und davon reden, dass sie unser Haus anzünden werden, dass es wie ein Witz klingt. Hätten sie das wirklich vor, dann kündigten sie das doch nicht so offen an, sagen sich die besser Gestellten, die den Politkram satt haben..  Jene wissen doch, dass unsere Polizei mithört und alles aufnotiert.Auch die NSA und die Geheimdienste wissen doch alles. Oder können auch sie es nicht glauben, was so brutal klingt? Auch treten in der Öffentlichkeit dauernd glänzend integrierte Muslime und sogar Imame auf, die beteuern, dass sie doch für den Frieden kämpften und beteten , ja Islam, behaupten sie, heiße sogar gar nichts anderes als Frieden.Man müsse eben arabisch können um zu erkennen, dass die Gefahr nur ein schlechter islamophober Scherz sein könne.Auch die Linken und die Linsksiberalen lehnen alle Verschwörungstheorien strikt ab, außer jenen, an die sie selber glauben. Es herrscht ein alternativloses Meinungschaos. Die Wissenschaft verweigert indes ihre Schiedsrichterdienste, solange sie ihre Forschungen nicht abgeschlossen hätte, wolle sie sich nicht den Mund verbrennen,  und ihr Forschungsprozess dauere wahrscheinlich noch einige Jahrzehnte. Das arme Volk freilich, das sich schon wieder für unschuldig hält, bohrt inzwischen in der Nase und hofft, dass alles wieder so werden wird wie früher einmal, als es die Harmonie noch gab und man in der Freizeit die Fotos vom letzten Urlaub sortieren konnte.  Mein Gott, den Islam deb kannte man allenfalls  vom Fasching her, als sich viele der Jecken zum Spaß einen Turban aufsetzten. Das war naiv, aber heute erkennt man darin, wie auch in den Werken Karl Mays, den nackten Rassismus, der endlich aufzuarbeiten sei. In dieser Arbeit kennen wir uns aus, darin kennen wir unseren eigenen Opferstatus schon für die Zukunft voraus. ..