Das schwatzhafte Fernsehen

Das ZDF ist bekanntlich eine Art Stadelmuseum geworden, wo vor allem die Alten ihre Heimat finden. Kein Wunder, dass darin deshalb die Schwatzhaftigkeit zum Markenkern und der nette Herr Lanz der wahre Zeremonienmeister geworden ist. Neulich, hörte ich, soll in seiner beliebten Salbaderstunde ein Korrespondent aus Algerien zu Gast gewesen sein, der eindringlich vor der Islamisierung Europas gewarnt hat. Oh Jammer. Er wisse, wovon er rede, denn er habe in Algerien das Schlimmste diesbezüglich erlebt. Der Prozess beginne damit, dass man auf den Trick hereinfalle und naiv zwischen den Begriffen Islam und Islamismus unterscheiden wolle. Es sei aber dasselbe. Der brave, sagenumwobene Muslim kenne diesen Unterschied gewiss nicht, wenn es  ernst werde. Denn letztlich verbinde ihn, wenn es soweit und die Islamisierung Europas vollzogen werde, im Namen Allahs immer noch mehr mit jedem Islamisten, auch wenn dieser gewalttätig werde, als mit dem säkularen Westler, der ja vor keiner Vulgarisierung der Sitten zurückschrecke. Diese Art von Freiheit, wie das genannt und firmiert werde, sagen sich die Muslime hätten sie, so  normal und  friedlich sie sicher stets seien, aber noch nie überzeugt. Diese unsere Freiheit kennten und schätzen sie nicht, sagte der Korrespondent, kannte kein Pardon und malte rücksichtslos den Leibhaftigen an alle vier Studiowände.  Es muss sehr turbulent zugegangen sein in der Salbaderstube. Lanz sei sofort wortreich wie immer auf seine guten Erfahrungen mit Muslimen, auch im Ausland,  ins Schwärmen gekommen und fürchtete sehr, dass seine ZDF-Steckenpferde der Toleranz und der Gutmenschlichkeit aus dem Schaufenster fielen. Er brachte seine Sendung zügig, aber mit einiger Not über die Runde, der er wie gewohnt überschwänglich dankte und er fing sich schließlich wieder, indem er sogar dem skandalösen Korrespondenten Schirmbeck noch einmal sein notorisches Bonmot zuwarf: „schön dass Sie bei uns waren“. Aber es ist wahr, sagte er später in der ZDF- Cafeteria zu seinem Freund und  Intendanten Thomas Bellut, ich war in Sorge, denn ich sag es mal so: die alte Quote ist ängstlich genug, da sagt man sich doch, wir können den Zustand nicht auch noch schüren. Bellut stimmte ihm zu: Jaja, Sie kommen eh schwer genug durch ihre letzten  Nächte. Morgen wissen wir mehr, wenn wir die genaue Quote kennen und ob sie dran geblieben ist. Trotz Schirmbeck, dem Islamhasser. Dass der so ist,  wusste ich gar nicht.

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