Die Tugendwächter sind prüde, das Volk nicht

Die grün-liberale Sprachpolizei hat ihre Prüderie zu weit getrieben, das lehrt der vulgäre Trump, der gegen die Vorschiften der Moralwächter grob verstieß, deren Tabus bewusst und lustvoll verletzte. Das wird auch bei uns Schule machen.  Denn die Luft der Sprachverriegelungen ist zu miefig geworden. Warum muss ich, wenn ich alle meine, jedes Mal Weiblein und Männlein extra benennen: Sportlerinnen und Sportler, warum nicht einfach Sportfreunde? Ach ja, dann müssen die Freundinnen, nein Schluss mit diesen Krämpfen.
Das Korsett, was man sagen und wie man es nur sagen darf, ist viel zu eng geworden. Spottverse, Flüche, anstößige Umbenennungen, Witze, Invektiven gehören in jede lebendige Sprachlandschaft,- siehe z.B. Sprach-Gründervater Luther. In diesem lingualen Soziotop gibt es alle Arten von Behausungen, vornehme, edle, schöne, aber auch Spelunken, Höhlen und Absteigen und man sollte nicht versuchen, alle diese Räume in  Erziehungsheime umzugestalten.  Denn dann kommt es dort  bei Ausgangsverboten und allzu strengen Maßnahmen zu krassen Rebellionen, wie man sie soeben in Amerika sehen konnte. Die Leute haben die politisch korrekten Zwangsverordnungen satt. Sie lassen sich lieber Sexisten und Rassisten nennen, als sich zu Moralwächtern umerziehen.
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