„Loslabern“

das so betitelte Hörspiel von Reinald Goetz ist ein Symptom für den Verfall und die „Hasenfüßigkeit“ der Literaturkritik. Ein verkwaster pseudotheoretischer Text, den ausgerechent die Redaktion des Bayrischen Rundfunks publizierte.Götz liest seinen abstrakten  Schmarren selber, mit ungeheurem Pathos aufgeladen, ein Nichts umkreisend und auf nichts als prominente Kulturgrößen zielend. Als ob der eitle Schwafler Joachim Kaiser, die Kulturdiva der Süddeutschen noch einer Rede wert wäre, der sich noch als Greis wie ein flennendes Wunderkind dünken will. Er ist jetzt betagt und muss bald sterben, „das ist die Hölle“ heult er überall laut auf.  Kann das  noch einmal ein Gegenstand der Literatur sein? Vielleicht, aber sicher nicht von Götz bemalt.  Dieser weiß eigentlich gar nicht,was er sagen soll, er hat zwar viel Text vom großen Mr. Luhmann verspeist, aber nichts verstanden. Der Kraftmeier glaubt in groben, rythmischen  Rundumschlägen auf den Kultur-und Politikbetrieb, dem er obendrein alles verdankt, könne er seine antiquierte Geniemaske noch einmal aufsetzen und aufpolieren.Seine Fans mögen das natürlich noch glauben, in ein paar Jahren aber weiß keiner mehr, wer die Prominenten waren, in deren vergilbender Aura er seinen spleenhaften Ruhm in die hohlen Räume der Gesellschaft schreit. Er ist ein alternder Yuppie, der mit größter Mühe den Eindruck des ewig jungen Wilden und Anarchisten machen will. Verwürzter Quark.

Es stimmt schon,was der englische Autor McIwan neulich sagte, wir leben in einem ganz düster ausgestatteten Kitschzeitalter.   . .

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