Zeit der Explosionen

Die Zeit fühlt sich jetzt an wie die Zeit vor den Explosionen bzw. als Zeit nach den Katastrophen. Alle paar Stunden wird wieder gemeldet, wie viele Menschen in der Nähe oder in der nahen Ferne getötet werden konnten. Hunderte oder nur 37. Dann wird es Zeit wieder zuzuhören, was die Hasen  zu den schrecklichen Jägern sagen können bzw. verlautbaren.  Dem Vernehmen nach etwa : „am Ende wird die Gewalt niemals siegen. Der Friede gewann in der Geschichte letztlich immer die Oberhand. „ Usw. Natürlich kann niemand die absolute Sicherheit garantieren, das liege am Charakter des Daseins selbst, das viele Risiken enthalte natürlich. Aber man werde alles tun, um die Gewalt an der Wurzel zu bekämpfen. ( Wurzel gemeint als Metapher für Ursache). Minister Steinmeier ist bereits schon wieder unterwegs zu seinen permanenten Gesprächen, die man nie abreißen lassen dürfe, sagt er immerzu. Komme was auch immer.  Gleich schreitet er wieder in tadellosem bürgerlichen Outfit zur Pressekonferenz und verkündet, man habe in vielen Punkten noch keine Einigung erzielen können, aber in zwei Fragen seien die Funken der Hoffnung  erschienen, von deren Bedeutsamkeit er voll überzeugt sei. Er ist trotz allem Optimist geblieben. Dann wieder warten wir auf neue Explosionen. Es ist die Zeit der Explosionen, in der wir leben müssen.

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