Ideologische Hauptstadt

Nicolaus Fest stellt fest: „ nicht nur das Parlament habe keine Parlamentarier; ebenso scheine es der Demokratie an Demokraten zu mangeln. Das lege zumindest die Berliner Landtagswahl nahe: „Auch viele Wähler betrachten demokratische Verfahren offensichtlich mehr als formales Ritual denn als politische Entscheidung. Anders lassen sich die Ergebnisse kaum erklären. Rund 70 Prozent der Wähler gaben ihre Stimme Parteien, die die Misere Berlins zu verantworten haben.“ Fest nennt dies eine „prä- oder postdemokratische Regressionen ins Clan-Wesen“. Man wähle nicht aus politischen Motiven, sondern aus Loyalitätsbedürfnissen. „Für eine Demokratie ist das Gift, der Weg in afrikanische Verhältnisse. Die völlig entpolitisierten Wahlplakate von SPD, GRÜNE und CDU, die meist nur die jeweiligen Kandidaten und ihre Namen zeigten, waren bezeichnend: Statt auf Fakten setzt man auf Beschwörung – so wie atavistische Gesellschaften auf das Trommeln des Krals.“

Das Zitat trifft, deshalb bin ich damals aus Westberlin weggegangen, die iedeologische Verpestung aller Dinge hat durch das Hinzutreten des Ostens noch zugenommen.  Gesinnungspolitik ist die Krankheit der Zeit.

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