Furcht vor dem Glück

Wenn ich wie heute, an einem frischen Spätsommervormittag, vor das Haus trete, spüre ich plötzlich wieder, dass ich in einer unfassbar irrealen Welt lebe, in einem Paradies, dem ich mit meinem Leben überhaupt nicht entsprechen kann. Ich fasse es nicht, es ist eine Mischung aus erstem Staunen, das ich als Kind so lange kannte, und der  Resignation darüber und dazwischen,  das Wunder doch nie erkennen zu können, nie wahrzunehmen, was möglich wäre, was in nächster Wirklichkeit sich öffnen könnte wie der Himmel auf Erden. Wie ein Gefangener, wie ein Verdammter laufe ich ziellos im Paradiese herum und erkenne nur Ausgeburten der Hölle und der Finsternis. Was stimmt da nicht in mir, wieso fürchte ich mein Glück?  .

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