Ein schöner frischer Herrenwitz

natürlich politisch völlig unkorrekt. Ich habe ihn soeben frisch im Netz gefangen. Mit manchen Phänomenen kommt man nur im Spott zu Rande. Die Herren, die hier die Dame umgeben, sind natürlich auch weiblichen Geschlechts, nur etwas verkleidet.

„Zur Verschwörungstheorie der Chemtrails, wonach die Kondensstreifen der Flugzeuge mit bewusstseinsverändernden Chemikalien angereichert würden, bemerkt ein Freund lakonisch: Wissenschaftlich sei dies vielleicht nicht nachweisbar, empirisch allerdings völlig unbestreitbar. Anders seien Personen wie Jakob Augstein, Caroline Emcke oder Heribert Prantl nicht zu erklären.“

Advertisements

Nicolaus Fest

der Sohn des Hitlerbiografen Joachim Fest, der einst auch zu den Herausgebern der FAZ zählte, fasst heute seine Sicht auf Glanz und Elend  der Sozialwissenschaften folgendermaßen zusammen:

„Nachdem die Naturwissenschaften mit dem Bau der Atombombe ihren Sündenfall erlebt und gezeigt hätten, das Wissen immer zur Anwendung dränge, es also keine unbefleckte Erkenntnis gebe, drohten nun ähnliche Gefahren von Seiten der Sozialwissenschaften. Denn all die Pädagogen, Psychologen, Soziologen, Gesellschaftsstatistiker und Erziehungswissenschaftler, die an Universitäten, in Stiftungen, Gewerkschaften, den Stabsstellen von EU wie Bundestag und in vielen Think Tanks arbeiten, würden ebenfalls nicht im Raum der Unverbindlichkeit leben. Auch sie wollten ihr Wissen – oder das, was sie dafür hielten – einmal ausprobieren, und wie die Atomwissenschaftler natürlich im besten Glauben. Die Gesellschaft sollte verbessert werden, nämlich gerechter, sozialer, gleicher, friedlicher. So begann das Experiment des Gesellschaftsumbaus.

Wer auf die großen Projekte der letzten Jahrzehnte schaut, findet überall den Einfluß dieses sozialwissenschaftlichen Optimierungswahns. Ob Rechtschreib- und Bildungsreform, ob Vegetarismus, Windkraft, Umweltschutz, Inklusion und Gendertum, ob Feinstaub oder das indoktrinäre Gerede von Deutschland als einem Einwanderungsland – immer ging es um angebliche Verbesserungen der Gesellschaft, um Schutz von Migranten, Minderheiten, Legasthenikern, Hühnern, Luft oder Kröten. Und selbstredend auch um mehr Offenheit, Verständnis, Toleranz. Dass man zu diesem Zwecke selbst Grundschulkinder gegen ihren Wunsch mit dem Wissen um Analsex, Blowjobs und andere Sexualpraktiken behelligt, ist nur konsequent: Erst die völlig Re-Education schafft den perfekten Menschen, und wer die Zukunft formen will, muss die Kinder beherrschen. Auch das jüngste Projekt der schwarz-rot-grünen Landesregierung in Sachsen-Anhalt, den Geschichtsunterricht künftig von Daten und Jahreszahlen zu befreien, entspringt diesem Geist – man will die „narrative Kompetenz“ der Schüler – genau – verbessern. Und wie die Naturwissenschaftler nicht bei der Atombombe stehenblieben, sondern Wasserstoff- und Neutronenbombe nachschoben, hat auch der Machbarkeitsrausch der Gesellschaftstüftler nun die Waffen der ultimativen gesellschaftlichen Vernichtung entdeckt: Wahllose Einwanderung und Willkommenskultur. Doch schon nach einem Jahr wird deutlich: Wie bei der Spaltung des Atoms löst auch diese Wissenschaft nicht notwendig Probleme, sondern schafft viele erst.“

 

Für mich

Der Grund, warum ich nie in der Lage war, mit einer Frau längere Zeit zusammen zu leben, ist der, dass sie in der Maske der Rechtmäßigkeit glaubten, mich jederzeit  beim Nachdenken stören zu dürfen.  Für dieses Recht bezahlten sie doch mit Sex-und Fürsorgediensten. Das führte ständig zu heimlichen Vormundschaften,  sie bevormundeten mich, flößten mir ein dummes Gewissen ein, ich bevormundete sie. Die negative Gleichberechtigung, hinter der  Kulisse scheinheiliger Argumentation, hinter den explosiv ausbrechenden Gefühlen. Schauspielerei und Echtheit waren nie ganz unterscheidbar. Jetzt bin ich allein, gewöhne mich an die Existenz jenseits der Frauen. Ich träume von ihnen weiterhin, aber sie sollen in meinem Leben keine dominanten Rollen mehr spielen. Leicht gesagt, schwer, kaum durchzuhalten bisher. Kaum ruft die eine wieder an, falle ich um wie ein Kartenhaus. Welche Karten, aus welchen Karten bestehe ich denn schon?

Zitat Jules Barbey d’Aurevilly

aus seinem Tagebuch:

“ Ich habe die Geschichte aufmerksam studiert. Bevormundung ist dem menschlichen Geist gemäß, und die falsche Sicht moderner Geister besteht  in der Annahme, diese Bevormundung sei bloß vorübergehend und es sei für die Zivilisation eine Frage der Ehre, damit Schluss zu machen.-Der Hochmut des Menschen lässt ihn als Titan beginnen und als Pantoffelheld enden.“

Deutsche Sitten

„Deutschland verrecke, das wäre wunderbar (…) Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck! Gib mir ein ‚like’ gegen Deutschland / Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!“.

Das singt die Band “Feine Sahne Fischfilet”, Teil der linksextremen Szene in Vorpommern.

Das hindert Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nicht daran, die Punk-Band „Feine Sahne Fischfilet“ jetzt öffentlich als vorbildlich zu loben. Auf Facebook und Twitter bedankte sich Maas am Mittwoch namentlich bei der Band für einen Auftritt im mecklenburgischen Anklam; dieser sei ein „tolles Zeichen gegen Fremdenhass und Rassismus“ gewesen. Die Punk-Band war mit mehreren anderen Gruppen bei einem Konzert „gegen rechts“ aufgetreten.

Den Kopf ins Finstere stecken

Roberto Bolano über die Qualität des Geschriebenen. Worin besteht diese, es muss einen elektrisieren beim Lesen, der kühne Tempowechsel, die irrwitzige Metapher, irgendso etwas Irrlichterndes, Unaussprechliches, dachte ich immer, wenn ich den einen Schmöker gelangweilt weglegte und dem  anderen wie im Fieber folgen musste. Bolano sagt, gut schreiben, nun gut, das kann jeder, grandios schreiben auch gut, aber kann auch noch jeder, nein, es geht um etwas ganz anderes: „Was also ist qualitativ hochstehendes Schreiben? Das was es immer gewesen ist. Den Kopf ins Finstere stecken können, ins Leere springen können.“

Ich stelle mir gerade vor, wie unsere biederen Literaturbeamten und  Feuilletonredakteure diese Definition empfangen. Kopfschüttelnd, nach der Migränepille tastend, zwanghaft nach einem Witz suchend. Denn sie werde das nie verstehen, davon legen sie täglich Zeugnis ab mit ihren fatalen Urteilen, Phrasen und ihren preziösen Redensarten.