Friedrich Heer

Jetzt habe ich einen neuen Ziehvater entdeckt: Friedrich Heer. Er bringt mir geschichtliches Wissen bei, schreibt flüssig und verständlich. Er kommt unmittelbar zur Sache,  sonnt und räkelt  sich nicht in akademischer Eitelkeit und hat alle Tugenden des Sprachreinigers Karl Kraus verinnerlicht. Außerdem imponiert mir sein unabhängiger Charakter, der politisch Farbe bekennt, ohne missionarischen Auftrag. Sein Traditionsbezug ist entschieden und unmittelbar einleuchtend. Es ist bedauerlich, dass ich nicht schon viel früher auf seine Spur gekommen bin. Aber es ist nie zu spät, solange  mich meine immer noch anhaltende Wissbegierde anfeuert und erfreut. .

Advertisements

Der Professor Münkler

Der Herr Herfried Münkler , Politikprofessor und Regierungsberater, erfindet in sehr leiser Tonart immer mehr Begriffe, wie „mürrische Indifferenz“ und „postheroische Gesellschaft“, und definiert damit Gewalt-Probleme so um, dass sie weicher und harmloser erscheinen,  auch ein bisschen ins schlicht Unendliche verschoben werden, sodass ihre Gefährlichkeit schicksalhafter erscheint, als sie sind, wenn wir sie mit urdeutschen Wörtern beschrieben,  um sie zu lösen. Mit Problemen wissenschaftlich  einträglich umzugehen ist eben etwas anderes, als den entschiedenen Willen zu formulieren, sie so schnell wie möglich abzuschaffen.

Er hört sich an wie ein sanfter Schwätzer, der sich mit Phrasen der Humanität tarnt.

Die Hitlersaat

Rassismus ist das neue Modewort, das sie bei jeder Gelegenheit gebrauchen. Wer von Überfremdung redet, wer den politischen Islam kritisiert, wer fürchtet,  die eigene Kultur werde von fremden Kulturen überrannt und zerstört, ist ein Rassist. Ein übles Gesellschaftsspiel. Es zeigt, dass man auf die eigene Kultur und Tradition pfeift, keinen Wert mehr legt, ja sie nicht einmal mehr kennen und bewahren will.  Die Hitlersaat geht weiterhin auf.