Frau Merkel knickt ein

jetzt ist also Frau Merkel doch eingeknickt. Natürlich, sie will es sich mit ihrem Partner, dem Türken Erdogan, der ihr bei den Flüchtlingen helfen will, nicht verderben. Sie kennt des Türken Stolz, der in schrecklichen Zorn ausbrechen kann. Davor fürchtet sich klein Angela ein bisschen. Sie gibt Erdogans Willen statt. Der Satiriker wird strafrechtlich verfolgt. Dafür wird ein alter Paragraph der Majestätsbeleidung wieder aus der juristischen Schatulle hervorgeholt, entstaubt und kurz wieder belebt . Sie will  den alten Hut allerdings  abschaffen, die Merkel, als Zugeständnis an die SPD, die gegen den Entschluss, Erdogan hier ein Sonderrecht einzuräumen, stimmte. Die Entscheidung fiel ihr schwer, sie atmete tief und nervös, als sie dazu noch einen kleinen Schulaufsatz zu Rechtsstaat, Meinungs- und Kunstfreiheit vorlas. Auch sprach sie von unserer Freundschaft  mit dem türkischen Staat. Das heiße aber nicht, dass sie die türkischen Partner der Pflicht entbinde, für Sauberkeit und Ordnung in einem Rechtsstaat zu sorgen, wo die Gerichte unabhängig von der Regierung und der Presse und der Kunst angemessene Freiheitsräume gewährt werden.. Natürlich sagte sie es nicht ganz so streng. Anders als über solche Prüfungen aber käme die Türkei  für Europa nicht in Frage.

Man sah ihr noch an, dass sie verärgert war, dass ein Satiriker ihr so in die Parade fuhr. Musste das sein? Ganz pragmatisch gefragt. Und in dieser beleidigenden Form? Darf Satire überhaupt beleidigen?  Nein, Frau Merkel, das tut sie auch nicht, keine Satire beleidigt einfach. Die Beleidigung hat eine unsoziale Sprach- Form, mit der spielt er und holt zu vernichtenden Schlägen aus. Das muss man im Grunde der Freiheit ertragen. Da ist nichts mit dem Schmuh Augenhöhen undsoweiter. Der Satiriker sucht keine Augenhöhe mit der Politik. Nur poetische Pfaffen und Laffen gehen zum Kaffeetreff ins Kanzleramt. Es ist aber aufs Ganze gesehen eh eine rein literarische Angelegenheit, Frau Merkel, in die sich Politik und Justiz besser nicht einmischten.  Der Fall ist einer für die  poetische Gerechtigkeit. Nur bereits gestorbene Poeten sitzen in ihrem Gremium, und taufrische Dichter und sogar zwei seit langem verstorbene Lyrikerinnen. Diese sprechen ihr Urteil nicht direkt oder geben es gar im Fernsehen bekannt. Sie verwoben es in ihren poetischen Produktionen allein. Was diese poetische Gerechtigeit angeht, ist die Poesie auch heute noch diskret. Aber das wird Frau Merkel nicht verstehen, sie hat doch Wichtigeres zu tun, keine Zeit, sich mit der antiken Poesie auseinanderzusetzen. . Sie wollte nicht sagen,was sie wirklich denkt und wie sie diesen Böhmermann insgeheim verflucht, diesen ordinären Ziegenficker- Typ, sie wollte sich nur aus der Patsche bringen. Gelang ihr das, oder sitzt sie jetzt ewig drin. Als Kollaberatorin Erdogans, des Autokraten und Kurdenmörders?    . .   .

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