Der Fluch der Ingenieure

Man hat ja weiß Gott in kürzester Zeit allerhand Theorien und Spekulationen darüber an-und aufgestellt, woher die Terrorgewalt denn eigentlich stammen müsse, und ist wie bei den Rechtsradikalen, auf den Umstand gestoßen, dass es sich bei den europäischen Konvertiten und Terrorgläubigen hauptsächlich  um sozial ausgegrenzte, im Elend herangewachsene und also von der sog. Integration kaum erfasste, junge Leute handele. Die Gegenthese ließ nicht lange auf sich warten,  im arabischen Raum seien es doch vornehmlich sehr reiche Figuren, die die Morde und Attentate organisierten und planten. Aber auch diese Beobachtung trifft weniger zu als sie selber glauben möchte. Jetzt ist eine neue Forschergruppe  zu der Ursache vorgestoßen, dem Faktum,  dass sich unter den Terrorverrückten auffallend viele Ingenieure und Techniker befänden. „Überproportional „ sei die „Beteiligung der Ingenieure an gewaltbereiten Gruppen und am religiösen Extremismus.“

Beteiligung, gewaltbereit, religiös, das klingt alles sehr zahm. Die neuen Forscher sind wohl reine Soziologen und verstehen nicht viel von Religion, bzw. vom historischen Zusammenhang von Gewalt und Religion. Vermutlich stimmen alle drei Hypothesen ein bisschen, es sind viele Arme, viele Reiche und viele Ingenieure  darunter.  Das  sind denkbare Gründe, natürlich.   Die Religion ist verfälscht, die Integration völlig missglückt und ohne technischen Hochverstand wären die Terroraktionen niemals  zustande gekommen.  Doch wird auch deutlich, welcher Preis zu bezahlen ist, dass man heute von technischen Universitäten oder Hochschule für das Ingenieurwesen  mit besten Zeugnissen abgehen kann, ohne  auch nur eine Stunde mit Ethik und Politik absolviert zu haben. Natürlich gibt es das studium generale überall, sagt man, doch wer geht da schon freiwillig hin? Junge Männer aus Arabien sicher nicht.  Sie nehmen aus Europa nur das know how und ein bisschen Konsumfreude mit und erkennen,  wieder zurück in ihren Ländern, dass ihre sog. Staaten sie längst nicht alle brauchen und zehnmal lieber Milliarden für den ideologischen Moscheen- Bau überall in der Welt ausgeben, als für sie, die gut ausgebildeten Kräfte , die in Europa und den USA moderne Technik und .deren Anwendungen studiert haben. Von der Kritik am Staat haben sie nie etwas gehört, also schließen sie sich den islamistischen Ideologen an, die den Westen für alles, und gerade auch für  ihr  Schicksal schuldig erklären. Man hat keinen Job, aber wenigstens einen Feind. Gegen diesen loszuzuschlagen, ergibt auch einen Job, für den man sich sogar noch den Willen und Segen des Allerhöchsten einbilden kann. Wir kennen den religiösen Wahnsinn aus der eigenen Geschichte gut. Noch Kaiser Wilhelm zog nicht ohne den Herrn der Heerscharen in den Krieg und der blutige Adolf sprach immer wieder von der Vorsehung, die ihn wie eine neue Pest gepackt haben muss..

Es geht unseren eigenen Technikstudenten nicht viel anders. Sie sind bald gut ausgebildete Spezialisten und an gutem Durchblick in ihrer technischen Sphäre wird es ihnen nimmer mangeln. Wir brauchen sie wirklich hinten und vorne. Sie verdienen drum gut und  müssen nicht zu den Nazis überlaufen. Doch sonst  stehen sie geistig ziemlich nackt da, ähnlich  wie der Friseur von gegenüber mit seinen täglich wechselnden Meinungskursen. An den Hochschulen und technischen Universitäten hat man die  geschichtlichen und geisteswissenschaftlichen Fakultäten einfach vertrieben und eingespart. Wie schwer die Naturwissenschaften  es einst hatten, sich gegen die Verdikte und Dogmen des christlichen Abendlandes durchzusetzen, davon  müssen und wollen  die arabischen wie die einheimischen Studenten nichts wissen, wenn sie nicht dazu gezwungen werden. Wie hart, wie viele Opfer  die Kämpfe um die Freiheit in Europa kosteten? Davon wissen die Naturwissenschaftler und Techniker heute nicht mehr viel. Es scheint ihnen auch eher unbedeutend.

Der liberale Staat .ist so blind und dünkt sich so tolerant, dass er gründliche Kenntnisse der Geschichte Europas von den Studierenden der Natur und der Technik nicht in Form eines  Pflichtexamens abverlangt. . Das rächt sich schon länger. Der Professor für Materialwissenschaft darf sich gerne heraushalten aus dem islamistischen Diskurs seiner arabischen Studenten.  Er ist erstens Atheist und ohnehin tolerant,  gegen alle Religiösen, wie er stolz versichert,  und könnte, fragte man ihn, selber nur mit knapper Not  noch erraten, dass die französische Revolution wohl im 18. Jahrhundert irgendwann stattgefunden haben muss. Schon bei der Frage, seit wann es denn einen deutschen Staat gibt, wäre er total überfragt.

So kehren die arabischen Studenten also nach einigen Semestern mit besten Zeugnissen in Sachen Ingenieurwesen  und voll des Unwissens darüber, wo sie ihr Studium zubrachten,  in ihre Heimat zurück. Dort  bleiben sie sitzen auf ihrem know how und kommen auf die wahrhaft  dümmsten und schrecklichsten Gedanken. Den Feind  töten, die Verehrung des Todes, das ist  wie beim Hitler, ihr einziger Sinn.

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