Der Fall Beck

jetzt hat es ihn erwischt, den grünen Beck mit der Droge. Den Ruch wird er nicht mehr los. Man merkte es immer an seiner Aufgedrehtheit, an seiner Besessenheit in Diskussionen, wenn er anderen wie der bissigste Rotweiler eine Wunde beibringen wollte. Da war nichts Liberales, Lockeres mehr an ihm. Mit seiner Rechtfertignug, er sei ja immer sehr liberal gewesen gegenüber Drogen, goss er noch Öl ins Feuer. Wenn er noch einmal zurückkehren will,  muss er in Demut öffentlich Reue zeigen, wie die Käßmann, wie der Hoeness, wie der Friedmann.  Öffentliches mea culpa, das lieben die Deutschen. Irgendwo bringt jeder mal seinen Schweinehund mit rein in die Karriere, das ist auch dem deutschen Stammtisch sonnenklar.  Die guten Sitten verletzen, das kann jedem mal passieren. Aber bitte, goldene Regel, wenigstens spontan und sofort Reue zeigen. Freilich, schwul und Drogen? Diese Kombination,  – fürchte ich – hat immer noch nicht den hochmodernen Verstehens-Horizont erreicht . Alkohol oder Zockersucht ist dagegen zweimal  verzeihlicher hierzulande. Sein Grundwiderspruch kommt noch dazu, wie beim alten Grass, als er eines Morgens die Zwiebeln schälte und dabei seinen SS-Makel beichtete:  Ein Moralist und Weltretter sollte keine Moral predigen, während er ständig die Dreck-Flecken auf  den Westen anderer verurteilen, sie auf seiner aber  vertuschen muss.   Das wiegt doppelt schwer.  Auf einem moralischen Leuchtturm kann  sich der Beck nie mehr sehen lassen, er muss in Zukunft, sofern ihm eine solche noch einmal winkt, das politische Metier wechseln, eventuell auf die Gesundheit oder auf die Rüstungspolitik umsatteln. Natürlich mit alternativer, sanfter nachhaltiger Waffenkunde,  und dabei beruhigend über den homo necans verhandeln.  Oder noch besser, er würde in die SPD eintreten. Dort sitzt schon ein pädophiler auf der Ersatzbank und harrt seines  Einsatzes, wenn seine Zeit wieder kommt. . Denn auch die Schwulenbewegung wird nicht mehr sehr erpicht sein, auf Beck als obersten Lobbyisten. Er hat auch ihnen einen schweren Imageschaden zugefügt.  Wie immer: Ein Trost bleibt ihm auf alle Fälle, ein Buch wird er schreiben können, das ihm einiges einbringen wird. Die großen Verlage telefonieren bereits mit seinem Anwalt.

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