Reiche Parallelwelt Deutschland

Es ziemt sich eigentlich nicht, vor Bettlern mit vollem Mund von der soeben eingenommenen Mahlzeit zu schwärmen. Auch für jene nicht, die so gerne und wortmächtig von ihrer tugendhaften Empathie reden. Auch ahnt das Fernsehen wohl nicht, wie die erfolgsverwöhnten Prominenten und „Lanz“-Leute mit ihren humanitären Phrasen („ wir sind doch ein reiches Land“) bei denen ankommen, die seit Jahren in den windigen Hütten von Hartz 4 und im Prekariat hausen, keine Unterstützung, keine Arbeit finden und ihre Talente einschläfern müssen.

„ Für die Fremden und die Pleite- Banken tun sie alles, für uns nichts“ murmelt es dort. „Für sie ist jede Menge Geld da, für uns nicht“. Sie fühlen sich alleingelassen, sie werden pauschal behandelt, für sie wird nicht wie für die Flüchtlinge, wie es so beflissen immer heißt jetzt, „differenziert.“ Das ist die Lage, in der sie Zuflucht suchen bei der armseligen Partei AFD. So einfach ist das, aber die gescheitesten Redner und Talkgäste begreifen das naturgemäß nicht. Sie leben in der Parallelwelt des Reichtums und der üppigen Bezüge und Pensionen.

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