Der besorgte Herr Plasberg

Herr Plasberg schien ernstlich besorgt darüber, dass eine große Zahl der Kunden des öffentlich rechtlichen Fernsehens sich nach dem Kölner Domplattendebaklel von diesem Betreuungsmedium abwenden könnte. Denn es berichte schon lange nicht mehr objektiv oder neutral, die wahren Stimmen des Volks kämen gar nicht mehr vor. Die Medien dienten sich der Regierung an, betrieben Hofberichterstattung. Wie konnte das passieren? Herr Gauland von der AFD amüsierte sich über das endliche Erwachen der ARD-Leute und sprach sogleich vom „Reschkefernsehen“. Frau Reschke, zwei Plätze neben ihm, erschrak beinah und stellte sich überrascht, als hörte sie davon zum ersten Mal, wo ihr Name doch seit langem in den sozialen Medien, und zwar aufgrund ihrer stets politisch korrekten Kommentare,  für ein gefügiges, links- ideologisches Image steht. Gauland setzte nach , er sei doch nicht naiv und glaube, dass die Regierung den Sendern direkt von oben Anweisungen erteile, doch kenne man doch den Parteieneinfluss auf die Personalbesetzung bei den öffentlich rechtlichen Sendern und wisse gut, wer dort genehm und gezielt Anstellung finde und wer nicht. Darum ginge es doch. Auch der Kampfbegriff „Lügenpresse“sei übrigens keineswegs von ihm oder seiner AFD und er stelle zweifellos eine gewisse polemische Überspitzung dar, um darauf aufmerksam zu machen, dass daran etwas sehr Wahres sei. Jetzt setzte sich Strunz, Chef bei den Springer Medien wortreich in Szene und erklärte die klamme Situation, die nach Köln entstanden sei, wie er immer alles erklären kann, ob es sich um Fußball, Politik, Handcremes oder Flüchtlingskrise handelt. Er kann dem Fernsehvolk alles genau erklären, anders als Frau Reschke, die nun wieder alles abstritt und sich wie eine Unschuldige gab, die immer das journalistische Handwerk, das sie beherrsche, doch sorgsam anwendete, sagte sie und sich deshalb überhaupt nicht vorstellen kann, wie der Unmut der Medien-User zustande kommen konnte. Ähnlich Frau Göring Eckhart von den Grünen, auch sie kann nicht erkennen, dass bei ihnen etwas schön geredet worden sei. Nein, im Gegenteil, sie habe immer auch die Probleme in den Flüchtlingsheimen von allen Seiten beleuchten wollen. Plötzlich verwandelten sich die beiden sonst so kämpferischen Frauen in politisch bigotte, frömmlerische Betschwestern. Aus dieser Misere der Unschuld konnte sie nur Strunz heraushauen, der sich sofort wieder in großen Gesten bemühte und Frieden zu stiften suchte, während Gauland sich weiterhin  amüsierte über die Ohnmacht der betroffenen Willkommenspolitiker und Euphorie- vertreter . Auch war noch eine Popgröße anwesend, von den sog. Prinzen aus Sachsen. Er vertrat mehr oder weniger die Meinung: alles wahr, alles wird gut, denn es gibt bald wieder Reibekuchen. Offenbar seine Lieblingsspeise. Die ARD macht das ja immer so, ein bunter Hund muss stets dabei sein, aus fremden Diskursregionen, ein Schlagersänger oder ein Tierfilmer oder Boxer, also ein anderer eben; falls die ach so seriösen Politikerinnen und Journalisten allzu trocken würden, müsste dieser Joker oder Springinsfeld einspringen, die Unterhaltung zu retten, durch seine gutgemeinten Meinungen. Denn ihm geht es so gut, wie es auch den seriösen Leuten immer gut geht. Sie alle reden über die Stimmungen im Volk von sicherer, höherer Warte aus. Plasberg mühte sich das Thema in den Griff zu bekommen; wie ist es möglich, dass die Leute plötzlich vom Fernsehen abzufallen drohen, mit dem alle doch Jahrzehnte lang zufrieden und glücklich schienen. Warum jetzt plötzlich diese Vorwürfe und Klagen? Bei uns kann doch immer jeder alles sagen, wie er denkt, setzt Frau Reschke noch einmal nach. Es gibt doch keine Zensur, bei uns doch nicht. Auch nicht in der ARD?

Also: ich war zwei Jahrzehnte lang freier Mitarbeiter der ARD und wenn ich Geld verdienen wollte, wusste ich aus Gesprächen mit den präpotenten Redakteuren ganz genau, was ich bringen musste und was ich besser weglassen sollte. Wenn ich z.B. einen Beitrag über den konservativen Historiker Ernst Nolte angeboten hätte, wäre ich sofort als Faschist aus dem Laden hinaus gemobbt worden. Was dann bei anderer Gelegenheit auch geschah. Lügt euch doch nicht in die Tasche. Sie wissen das doch, Herr Plasberg, wie sie sich verhalten müssen, um möglichst auch noch ein zwei Stufen hinaufzusteigen, bei ihrem WDR. Haben Sie das richtige Parteibuch? Sie wissen….

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