Heimo Zobernig in Bregenz

Die Kunst ist in Opposition zum Schein des Glücks und der Fülle. Der Aufenbthalt in der Sinnfinseternis weist auf die Spuren zum Licht des Denkens .

zwey

Der Kärntner Künstler nutzt die vom Tageslicht erfüllten drei Etagen des Kunsthauses (KUB), wie die idealen Bedingungen der Möglichkeit von Kunst. In der ersten Etage steht ein Ensemble von leeren, billigen Regalen aus Pressspan. Die wie zu einem Gespräch oder einer Konferenz versammelten, bedeutungsarmen Gegenstände sind da und stehen zu-bzw. nebeneinander. Das Offensichtliche hat keinen weiteren Sinnüberschuss. Die Kunst im Kleid äußerster Profanität. Es deutet zunächst auf nichts als den gewöhnlichen Zeug- Gebrauch. Freilich es, das Zeug ist da. Ohne Emphase, in voller Präsenz. Im Gange der Betrachtung, denn die alltäglichen Dinge fordern zum Verweilen auf, werden diese handgreiflichen, dem Menschen zu handenen Dinge allmählich universell und von daher still heimlich ins Transzendente enthoben. Die formale Leere erinnert ans unerfüllte Ganze, ein immerzu verheißenes Glück der Fülle. In der mittleren Reihe sind dann figurative Elemente, Schaufensterpuppen zu sehen, von Rundregalen umringt und eingegrenzt. Da taucht es also sprichwörtlich und ironisch…

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