Die Medien müssen nur noch besser werden

(- eine Konstruktive Betrachtung)
Ich leide manchmal an der Einfalt der Medienmacher, die nie die richtigen Gäste zum wahren Thema bitten. Zum Krieg laden sie nicht etwa zwei Generäle ein, der eine schwul und grün, der andere von der CDU am besten, preußisch noch ein bisschen im Ton. Nein, zum Krieg laden sie die Bischöfin Käßmann ein und Konstantin Wecker, den Liederjan der globalen Friedensbewegung. Ähnlich dämlich bei der Flüchtlingsdiskussion, neben erschöpften Landräten und Helferinnen aus der Kleiderkammer, immer nur die gut genährten Politiker, die sofort ihre Parolen ins Land trompeten. Die Verwaltungsstrukturen sind noch nicht so weit, sagen sie, ja, man muss klar sagen, das kann noch Jahre dauern. Das wird auch der kleine Hausbesitzer einsehen, der schon lange seine Dachrinne reparieren lassen muss. Manchmal sitzt noch ein Kriminaler dazwischen, der stets betont, man müsse in der Sache differenzieren. Es kommt immer nur schlechtes Provinztheater dabei heraus.
Neulich schaltete ich zufällig ein und sah noch bei Plasberg, wie die kecke Frau der sog. Rechten (AFD) den Superjournalisten Mascolo entschlossen fragt: „ Unserem Land Deutschland eine gute Zukunft wünschen, ist das o.k für Sie oder ist das auch – Nazi? „ Oh, da war Mascolo sichtlich in Verlegenheit, er konnte den frommem Wunsch doch nicht ablehnen, aber zustimmen natürlich auch nicht, Nationalbewusstsein brauchte er bei seiner internationalen Karriere eigentlich nie, sagte er später in der Fernsehkantine beim Landwein zu einem linken Redakteur. Also sagte er, „nein, sehen Sie, ich meine das Völkische…das ist tot..19.Jahrundert „ und verhedderte sich in einer geschichtlichen Abhandlung, dass der Moderator, der schon wieder die Quoten gähnen hörte, sofort abbrechen musste. Die kesse Frau der AFD schüttelte den Kopf, als ob sie gewonnen hätte. An ihr ist der Machtwille interessant, der unbedingte Ehrgeiz, in diesem Staatstheater eine Rolle zu spielen. Sie pokert hoch, sie wirft Kanzlerin Merkel ein Verbrechen vor, einen Verfassungsbruch, aber oh Wunder, es empörte niemand. Frau Merkel ist gewiss keine reine Schönheit, aber ein Verbrechen? Nein. Obwohl man weiß nie, wer hätte gedacht, der sauber-gediegene, grundsolide, absolut ehrlich auftretende, Schuldeutsch sprechende Heinrich von Pierer, dass dieser, nein, —niemand hätte das vermutet. Ich bin heute noch schockiert, dieser Mann ein Verbrecher, dem ich immer und ohne weiteres die oberste Leitung eines Finanzamtes zugetraut hätte. Oder einer Hotelkette. Der Schnee von gestern konnte mich dann beruhigen. Aber die Merkel? Nein, nein – damit wollte die AFD-Frau nur einen Skandal provozieren, einen Gerichtsprozess, in dem sie dann ihr deutsches Nationalbewusstsein hätte wie in einem lehrreichen Bilderbuch aufblättern können, sicher in Begleitung des Stern oder der Bildzeitung sogar. Die Frau denkt nicht nur politisch, sondern auch kommerziell. Doch ihr Gag verpuffte, hinterließ bei keinem die Erschütterung des Herzens. Ich kann mir vorstellen, dass ihr Coach sagen wird, man müsse noch an ihrer Stimme arbeiten, sie sei noch zu dünn für eine solch hoch-kalibrige Anklage. . Aber im Grunde hat Plasberg versagt, er hätte aus der Szene: Mascolo -Deutschland – AFD- Frau – weitaus mehr machen müssen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s