Integration

Man hört jetzt permanent die Leier von der Integration, die sie ins Werk setzen wollen, die staatstragenden Personen und Politiker. Das scheint ganz einfach machbar zu sein. Auch wenn sie in einem Nebensatz noch einräumen, „und wir müssen es besser machen als bisher“. Was genau bisher missglückt ist und wie das bei den neuen Flüchtlingen zu korrigieren ist, das sagen sie nicht.
Die Aufgabe hört sich viel leichter an, als sie ist. Ich habe in den letzten 5 Jahren eine Menge von hauptsächlich Deutschtürken, aber auch Russen, Serben, Albaner usw. unterrichtet in Ethik und Deutsch. Sie wollten das Fachabitur erklimmen, das ihnen meistens auch gelang, weil die Schulbehörde sämtliche Augen zudrückt und zum Beispiel das Dekret an die Deutschlehrer erließen, im Deutschen die formale Fehlerhaftigkeit nicht so genau zu nehmen, möglichst nur den Inhalt eins Aufsatzes zu bewerten. Als könnte ein Satz, mit falscher Zeichensetzung, grammatikalischer Fehlsteuerung und semantischen Missbildungen einen richtigen Inhalt vermitteln. Nun, man will es den armen Migrantenkindern so einfach wie möglich machen. Denn nicht nur der Erfolgsdruck Integration, auch die Schule hatte steigende Erfolge vorzuweisen. Und die suchte sie mit dem Ansehen zu erlangen: „Bei uns kommen alle zum Ziel Fach-Abitur. Bei uns beginnt der soziale Aufstieg.
In Ethik interessierte die Muslime ausschließlich der Islam, andere Religionen wollten sie überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen. Als Lehrer war ich in ihren Augen aber der letzte, dem es erlaubt sein könnte, über den Islam etwas Richtiges zu sagen. Mein Direktor wurde sofort nervös, wenn er von Streitigkeiten über den Islam etwas hörte, weil mich eine Kopftuchträgerin wieder missverstanden hatte und sich beschwerte über meine Islamfeindlichkeit. Der Direktor hatte sofort Angst und riet mir: „lassen Sie doch den Islam ganz weg, machen Sie Buddhismus und solche unverfänglichen Sachen.“ Er hatte natürlich auch die Sorge, dass die Eltern kündigen und das Schulgeld streichen könnten. Meine Mahnung, wir müssen etwas tun gegen den unter den jungen Muslimen verbreiteten Antisemitismus, wollte er gar nicht hören. Als Deutsch- Rumäne wollte er mit dem ewig deutschen Vergangenheitstrouble nichts mehr zu tun haben.
Ich rede hier nur von Auswüchsen, die es täglich gab, und von den Tendenzen, die von der Integrations-Staatsideologie niemals erwähnt werden. Ich will andererseits nicht verschweigen, dass es auch einige Deutschtürkinnen-und Türken gab, die keine Ressentiments gegen uns Deutsche pflegten, die Deutsch lernen wollten, weil sie kulturell bereits so weit motiviert waren, dass sie gerne Mitglieder dieser Gesellschaft sein wollen. An der Schule waren sie in der Minderheit. Aber auch sie schweigen und schütten nur innerlich ihre Köpfe, wenn ihre muslimischen Mitschülerinnen und Mitschüler ihre dogmatischen Sprüche und Flüche loslassen. Nein, so glückt nicht nur keine Integration, so wird sie uns auf Dauer noch gefährlich. Das ist einigen Religionsführern und Strategen, tief verborgen in Moscheen, ganz recht. Sie sind dafür, die liberalen Bedingungen der Edukation hier auszunutzen, aber sie sind weder für Religionsfreiheit noch für Toleranz gegen Andersdenkende zu gewinnen.

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