Bescheidenheit und Größenwahn

landläufig sind das gegensätzliche Begriffe, nicht so in der Sekten-und Pietistenstadt Ulm. Dort ist man bescheiden bis zum Größenwahn und größenwahnsinnig aus lauter Bescheidenheit. Wie das geht? So: Nachdem man das 125 jährige Jubiläum der Münsterspitze in den Sand gesetzt hat, weil geborene Banausen ausgerechnet mit der internationalen Kunst viele und zwar ganz dicke Punkte machen wollten,- was prompt gründlich schiefging, denn die Fehlinvestition beträgT 1,8 Mui €, – war die Blamage natürlich überregional publik geworden. Normalerweise sind da rollende Köpfe fällig, wie man so nett sagt, trotz der allgegenwärtigen IS-Barbaren. Doch noch sieht es so aus, als könne man die peinliche Angelegnheit noch einmal ausputzen.
Nein,noch ist es still, geschieht nichts, die Presse ,mit der Stadtobrigkeit seit langem unter einer Decke, erfindet bereits tröstende und den Skandal vertuschende Phrasen. Und der Schultes, ein ganz unfreiwilliger Komiker, dreht sogar ein PR-und Marketing-Video, wo er den Zeigefinger hoch zum Himmel reckt: „Ja, bei aller Bescheideheit, ich schwöre, wir wollten hoch hinaus,aber doch nur, um für die Bürgerin und den Bürger endlich einen Weitblick zu gewinnen.“
Es war gut gemeint, zweifelsohne, doch doch und wie stets sehr bürgernah, leider aber ist die Sache diesmal wieder geplatzt. Pech, der Ulmer und seine Frau haben immer Pech, wenn sie bescheiden und eben insgeheim ganz hoch hinaus wollen.

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