Helmut und Sandra

Es muss irgendeinen Gönner der Frau Maischberger im ARD-Machtzentrum geben, der Sandras Liebe zu den alten, einst mächtigen Männern dauernd füttern will. Ist das nicht süß wie sie ihn verehrt, wie sie aus seiner Hand alles frisst, jeden Kalauer, jede schlechte Laune und jede sogenannte Weisheit. Dem Schmidt tut das immer noch gut, er inszeniert seine letzten Tage, er überlebt sie beinah widerwillig und doch können seine milchigen Augen nicht verbergen, wie seine Eitelkeit immer noch glimmt, wenn Sandra ihn als Staatsmann anspricht. Übrigens finde ich: Schmidt kann mit dem alten Mädchen besser umgehen als der Weizsäcker, der konnte kurz vor seinem Tode noch leicht pampig werden, wenn Sandra ihn kokett nach seinem Glauben an Gott abfragen wollte. Ich glaube, Sandra liebt Helmut noch mehr als den Richard und sogar als den Peter Scholl.Mal sehn, wenn der letzte Greis stirbt,wen sie dann ins Schlepptau nimmt. Ganz sicher nicht den Kohl, aber vielleicht den Dohnany, der wäre doch schick oder den Schröder Gerd, aber der und der Joschka werden ihr noch viel zu jung sein. Auf solches Gemüse springt ihre Libido nicht an. Und der Gauck hat ihr zu wenig Macht. Sandra liebt den Sexappeal der alten Mächtigen.

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4 Gedanken zu “Helmut und Sandra

  1. Wäre der Roman Philip Roths „Der menschliche Makel“ gleich nach seinem Erscheinen verfilmt worden, wäre das „alte Mädchen“ – wie Sie Frau Maischberger nennen – möglicherweise die Idealbesetzung der Delphine Roux gewesen. Allein: zu spät!
    Die Rafinesse der Sprache! Altes Mädchen ist zugleich der Deminutiv für eine Made, die über die „Verpuppung“ nicht hinausgekommen ist. Schade eigentlich.

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  2. Ja immer der Helmut, der heute all das gewusst, was er in Amt und
    Würden nie geleistet. Eigentlich hat er es nur geschafft, das er
    in Hamburg beim Jahrhunderthochwasser nicht mit seinem Schreibtisch
    davon geschwemmt, ansonsten ist da rein gar nichts. Hat er ja nicht
    einmal so viel Selbstwertgefühl, um einmal für fünf Minuten auf
    seine Zigaretten verzichten. Erbärmlich anzusehen. Sein ganzes
    Leben ein einziger Selbstbetrug, wie seine Ehe nach dem Seiten –
    sprung. Ja, der Helmut wirkt nur noch wie Essen auf Räder, wie
    Frank Zander zu Weihnachten, nur eben ohne sozialen Hintergrund,

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  3. mag sein, dass Ihr harsches Urteil sich bewahrheiten wird, ich bin mir nicht sicher, obschon ich natürlich sehe, wie nicht nur Sandra,das alte Mädchen, das ständig ihre Sätze überbetont, auch ihn maßlos überschätzt.
    Doch was Sie unterschlagen, verehrter Scheintod, ist seine enorme Schauspielkunst.

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