Dr. Mull und Pep- Zwei Topstars des FC Bayern

Warum erfährt man erst dann, wenn es kracht, etwas über Personen und Dinge, die vorher schon bekannt sein könnten. Oder ist alles eher auch Interpretation, die des Skandals bedarf, um riskiert zu werden.
Da erfahren wir also heute in der Süddeutschen, dass es beim FC Bayern zwei Stars gibt, die einander von Anfang nicht recht vertrauten, sich gegenseitig im Wege standen und behinderten. Jeder wollte berühmter sein als der andere. Der Arzt Müller Wohlfahrt, auch Mull genannt und Pep, der große Spanier. Dieser ist nicht nur ein grandioser Fußball-Stratege und Ballprofessor, sondern auch ein Modezar. Jedes Mal, wenn er neu eingekleidet das Stadion betrete, hört man, fielen die Frauen in der Arena schier in Ohnmacht vor Entzücken, nach dem alten Motto: „so ein Mann so ein Mann“, wer sich so …taram tam tam oder so ähnlich. Man kennt dieses Thema aus den großen Filmen und Operetten. Der andere, der Arzt, kurz Mull genannt, zieht eine andere Show ab. Er wisse genau, so geht die Sage, dass er unheimlich gut und gepflegt aussehe für seine 72 Jahre. Er kommt im schicksten Trainingsoutfit in die Arena und wenn einer der Spieler verletzt am Boden liegt, dann spurtet der 72 Jährige Doc Mull ins Spielfeld wie ein junger Olympia-Held und darf sich des Beifalls der Frauen ebenso sicher sein. Mulls Größe und Glanz war nie gefährdet, solange die Trainer wie der etwas dröge Jupp Heynkes oder der bullenbeißerische Holländer van Gaal auf dieser Ebene der ästhetischen Faszination gar nicht erst antraten. Erst jetzt mit Pep Gardiola konnte Mulls Ruhm und first-class Anspruch leicht betrübt und beschädigt werden. Daher also kam der Wind der eisigen Konkurrenz und Pep sah auch gar nie ein, warum dieser Arzt, statt ein simpler Dienstleister zu sein, seine Prominenz so dominant und aufreißerisch zu zelebrieren suchte. Er war nicht für die Spieler da im Stadion oder im Clubgelände, sondern hielt Hof mitten in München, sodass die Spieler zu ihm in die riesige 1600 qm große Luxuspraxis kommen mussten, wenn sie medizinische Hilfe brauchten und dann in der riesigen Praxislounge im „alten Hof“ hinterm Dallmayr oft noch sehr lange warten mussten, weil vor ihnen vielleicht gerade noch Eric Clapton oder sonst eine Größe aus dem Showbizz verarztet werden wollte. Das passte Pep nicht, wurde hier nicht ein Hilfsjobber zum König gemacht, der dann Verletzungen der Top-Spieler, die normalerweise in 8 Wochen geheilt werden können, zu monatelange Behandlungszeiten hinauszog, sodass wie im aktuellen Falle Topstars bei wichtigsten Championsleague- Spielen fehlten und es so zu verlustreichen Niederlagen kommen musste. Da soll kürzlich nach dem 1:3 gegen Porto hinterher ausgerechnet von Rummenigge, diesem schlichtesten deutschen Karlheinz mit dem Finger auf Dr. Mull gezeigt worden sein mit dem Schiedsspruch: „ der ist schuld“. Wegen ihm haben wir verloren.
Da war es an der Zeit für Dr. Mull seinen Hut zu nehmen. Das hat er nach fast 40 Jahren Glanz und Erfolg beim FC Bayern nicht nötig, das lässt er sich nicht sagen, er ist nicht auf diesen Club angewiesen, er ist gefragt bei Topstars des Sports, der Musik, des Showbizz – weltweit.
So kam es zum Bruch, der erst wieder gekittet werden könnte, wenn Pep eines Tages wieder weiter ziehen wird. Dr. Mull wird auch mit 80 Jahren noch aussehen und auftreten wie ein 40 jähriger Beau in Münchens glamouröser Szene. Daran ist gar kein Zweifel möglich.

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