Wir sind alle Lehrer

Sascha Lobo hat recht: „Im Internet offenbart sich nebenbei, dass das verbreitete Geschimpfe über Lehrer und ihre Haltung nichts ist als der Zorn über die Selbstähnlichkeit: In uns* allen ist ein Lehrer verborgen, der belehren will. Und im Netz darf er endlich.“
Jeder hat eine Meinung und die will er allen anderen auch mal sagen. Früher ging das ja nicht, bzw. nur im privaten kleinen Kreise. Heute ist alles weltweit wirksam, wenn man es nur will.
Aber diese Betrachtung führt mitten in einen Wald, der mir jetzt zu unwegsam ist, außerdem: was heißt schon weltweit? Ich beobachte zur Zeit das harte Los russischer Journalisten, die bei uns die Ehre Putins und Russlands zu verteidigen suchen, und es sehr schwer haben damit. Sie tun einem Leid, sie kommen kaum zu Wort.- Selbst die schwächsten deutschen Gegner, darunter viele Gesundbeter und Schönfärber, spielen jovial ihre Trümpfe aus, wie in Zeiten des kalten Krieges. „Entschuldigen Sie, sagen sie, wollen sie vielleicht behaupten, Russland ist ein Rechtsstaat? Vergleichbar dem, was wir im Westen darunter verstehen? „ Da ist sie wieder die Belehrung.
Man merkt den russischen Journalisten an, sie würden ihren Zaren gern verteidigen, doch sie wissen nicht wie? Wir könnten ihnen doch entgegen kommen und sagen: o.k. ihr versteht unter der Demokratie was anderes, bei euch ist alles härter und entspricht so eurer alten Mentalität, die ihr verteidigt und nicht verwässern wollt durch unsere verweichlichten Demokratieansprüche. Warum versuchen wir es nicht einmal so? Warum immer frontal an die Kreml-Mauern gebumst?

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