Dichte Stoffe

Psychomüll – aus dem Traum mir quillt,- seh ihn wohl, nimm ihn nicht ernsthaft unter die Lupe, die im halb erleuchteten Winkel herumliegt. Ein Fehler vielleicht, denk ich später.
Ich brauche einen Zweck, einen Grund, den die anderen unter ihren Füßen wähnen, der sich flugs wieder verwandelt und einer Vision zuführt;- ein Wort wie Willkommenskultur, bitte schön, gut und leicht gesagt, als wäre das Daherkommen nichts anderes als eine Kür künstlicher Prosa, jetzt da die Naturlyrik soeben zusammenbricht, auf dem Asphalt des Geredes. Einer Mode, die vorgibt, noch wahre Wollfäden einer Tradition zu enthalten. Wozu und wohin denn wär‘ das zu retten? In die Zukunft, in eine neue Mythologie der Märtyrer, die dem Kommerz Widerstand leisten, wo dieser wahrscheinlich das einzige Medium ist, die anderen noch irgendwo zu erreichen. Das lässt sich nicht abtun. Irgendwie, im Niemandsland zerschlissener Metaphern, uralter, kaum restaurierter Bilder, die der Chansonnier immer noch gebraucht für seine Erfolge und Tourneen rund um den Globus. Denn wer will schon neue Lieder? Das Neue ist ein Gerücht, so der Ahn – immerzu widertönend aus der Gruft seiner Untröstlichkeit.

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