Aufstand der Massen

Die Kommentatorin (A. Kümpfbeck) der Ausgburger Allgemeinen hat so recht. Der Papst Franziskus spricht Klartext, er räumt auf, er sagt der Kurie ungeschminkt die Wahrheit, dass sie machtgierig ist, den spirituellen Alzheimer hat, die Leute aus der Kirche vertreibt. Er nimmt kein Blatt mehr vor den Mund, auch nicht zur Weihnachtszeit, er ist mutig, er wird die Kirche von Grund auf verändern.
Aber die gute Frau ahnt noch nicht, dass man sich auch in der Augsburger Allgmeinen, sollen ihr die Leser nicht alle davon laufen, jetzt endlich von der Parole lösen sollte: “ Von der CSU lernen, heißt siegen lernen“. Denn auch in der CSU und wenig später auch bei der Augsburger Allgemeinen steht ein neuer Papst ante portas, ein Gorbi im Lodenmantel, der nicht zögern wird, den Unions-Mitgliedern und auch den Lesern die Leviten zu lesen. Der Papst geht nur dem großen Ganzen voran.
Denn auch in der CSU und in der Augsburger Allgemeinen, werden die neuen Päpste der Politik und Gesellschaft deutlich sagen, herrschen Machtgier,Denkfaulheit,Opportunismus und Vetternwirtschaft. Das Volk weiß das, bleibt immer mehr allen Wahlurnen fern und organisiert sich von selbst im Internet. Dort macht sich über Nacht ein Wildwuchs der Meinungsfreiheit, ein Shitstorm der Polemiker breit, Pegida ist überall plötzlich, ein anarchisches Bedürfnis nach einer anderen, ganz und gar unbetreuten Öffentlichkeit verschafft sich ungestüm Luft.
Das Volk fordert einen neuen Stil, eine andere Tonart, weniger Schminke, wenn es sein muss auch mehr ehrlichen Bier-Schaum vor dem Mund. Es will neue Leidenschaft sehen,neues Pathos hören, es hat das Säuseln und Beschwichtigen satt, es glaubt den Konsensstrategen und Mediengurus nicht mehr. Es wird wieder zum Hamlet, es will die Leichen im Keller endlich alle sehen, es schreit wieder: Irgendetwas ist faul hier im Staate.
Schluss mit dem Machtmissbrauch,wir sind die Macht, wir kommen und sägen jetzt an euren goldigen Stühlen.

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Ein Gedanke zu “Aufstand der Massen

  1. Die CSU ist der spirituelle Widergänger des Vatikan in Bayern. Auch sie leidet unter Machtgier und hat „spirituellen Alzheimer“.

    Wenn der Papst der Kurie in Rom Machtgier, Denkfaulheit, Opportunismus und Vetternwirtschaft vowirft, muss das wie Hohn in den Ohren der CSU geklungen haben, sieht sie sich doch mit Eigenschaften konfrontiert, die sie selbstherrlich als „politische Kurie“ in Bayern vertritt.

    Wenn die bayrische Staatspartei verhindern will, daß die Wähler vor den Wahlurnen davonlaufen wie die Gläubigen den Kirchen, dann sollte sie Papst in seiner Kritik Ernst nehmen.

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