Markus Söders Machtkampf

Im Bayrischen Staatskabinett zofft es ordentlich, zwischen Seehofer und Kronprinz Söder, den Seehofer nicht mehr mit Namen, sondern nur als „jemand“ bezeichnet. Wenn der Ärger anhält, wirft ihn der Horst aus dem Amt, dann wird Söder putschen. Der Franke ist machthungriger und ehrgeiziger, als man ihm das ansieht, wenn er in Talkrunden immer den Naiven und Netten gibt. Seehofer nimmt es dem Söder übel, dass dieser ihn beim letzten Maibockanstich öffentlich weit weg wünschte, am besten nach Hof, dann kehrte in München Ruhe ein. Seehofer revanchiert sich wie ein alter Pater familias, indem er seither immer anderen Ministern den Vorzug gibt, diese überschwänglich lobt, während er Söder keines freundlichen Blickes mehr würdigt. Das ist natürlich bester Zündstoff für die Medienmeute, die jetzt Tag und Nacht den Staatspalast umlauert, doch Söder hält sich bedeckt, gießt kein Öl ins Feuer, das freilich immer höhere Flammen schlägt.
Der Stern der Bayern sinkt kontinuierlich. Konnte der Stoiber das mächtige Erbe des großen Franz Josef noch weiterfretten mit seinem Ausblick aus der Lederhose in Richtung Laptop noch ein Stück weiterfretten, so stopselt Seehofer mit seiner unentschlossenen Maut-und Energiepolitik ins Leere und irritiert ganz Deutschland. Bei Facebook indessen dürfte Söder fürderhin viel mehr Punkte sammeln und shitstorms säen against Horstis vergilbende Selbstherrlichkeit.

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