Die Künste verlieren heute schon an Image

Jetzt wissen wir, was das Kultur-und Kunstgeschwätz ex officio und von oben herab wert ist. Nichts.In Nordrhein Westfalen verkauft die Regierung der Hannelore Kraft die Kunst Andy Warhols, auf die sie gestern noch so stolz waren alle. Mit moderner Kunst haben sie überall renommiert. Wir sind ein Kulturstaat, hat man getönt, jetzt verscherbeln sie das Zeug für Millionen an die großen Auktionshäuser, die überall auf der Welt sehr solvente Kunden haben. Auch In Sibirien, Japan, überall. Weg damit, sie brauchen das Geld in Nordrhein Westfalen für andere Zwecke. Für Handfesteres. Wozu sich genieren, vor wem? Auch um die Finanzlöcher überall zu stopfen. Straßen, Brücken müssen repariert, Schulen renoviert, Kindergärten neu erbaut werden. Es gibt viel zu tun, während die Kunst nur so in den Museen einsam herum hängt. In diesen Schatzhäusern, die ohnehin nur einige, im Grunde doch nur eine elitäre Minderheit, besuchen will. Auch die Grünen, die gestern erst lang und breit von Kultur schwafelten, sind dabei, auch sie brauchen die modernen Wahrhols nicht. Das gibt Arbeitsplätze in Aachen, sagt eine Grüner. Man hat diese Kunst doch überschätzt, aber sie bringt immer noch einen Haufen Kohle. Noch, wer weiß wie lange noch? Auch in Ulm haben die Marketingleute vor Jahren schon gemeint,warum stehen die Museen abends still im Dunkeln und laufen nicht wie die Maschinen einfach weiter? Warum kann man die Räume im Museum nicht vermieten für Partys und grellere, gesellschaftliche Anlässe. Natürlich sollte man beim Essen und Trinken vor den Kunstschätzen ein bisschen aufpassen, dass man nichts verkleckert oder beschädigt, aber es gibt dafür ja auch Versicherungen, also warum nicht die Räume, die sonst eh nur von einer Minderheit genutzt werden, kommerzialisieren und zu Geld machen?
Dieser neue Wind weht nun in Nordrhein Westfalen um eine ganze Sturmstärke deutlicher. Natürlich regen sich einzelne Bildungsinitiativen jetzt noch ein bisschen auf, aber das wird sich geben. Die Wählerinnen und Wähler der Frau Hannelore Kraft werden die tüchtige, dem Mainstream zugewandte Frau verstehen und sich wie ein Mann hinter sie stellen. Kunst ist gut, wenn das wirtschaftliche Wetter schön ist, doch in Zeiten der Finanzknappheit und des effizienteren Denkens wird man sich auf das Notwendige besinnen wollen. Man wird noch froh sein, wenn es bei der modernen Kunst bleibt, und vor den alten Meistern wie Dürer und Rembrandt noch eine gewisse Beißhemmung bestehen bleibt, obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass mancher Krösus heute sein großes Fressen gerne auch vor dem Mann mit dem Goldhelm ( eine Fälschung, aber wer weiß das schon) abfeiern würde.
Die Gesellschaft schätzt heute die Kunst nicht mehr so hoch ein, wie in den fetten Wohlstandsjahren, selbst größere Teile der Jugend scheißt sich heute schon was auf Mozart usf. Auch in der Oper, im Ballett und im Jazz spürt man den Niedergang der Modernen schon überall.

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