Das Deutschlandradio

hat heute früh wieder zwei Experten eingeladen, es ging um die Terrororganisation des IS: Die Experten betonten immer wieder, wie kompliziert, ja komplex die Problematik doch sei, die sie sie nun zu vereinfachen hätten, ohne Fehl und Tadel.
Das sei eine kaum lösbare Aufgabe. Jetzt wusste jeder, es redeten zweifellos waschechte Experten.
Sie müssten einerseits die religiösen Motive, die bis zur Lebenszeit des Propheten Mohammeds zurückreichten, beleuchten, sagten sie, andererseits die politische Gemengelage in der äußerst verwirrenden Region aufschlüsseln. Da sei rein monokausal wenig auszurichten. Dazu käme problemverschärfend, dass
bis heute nicht genügend empirische Untersuchungen zur Sache vorlägen-

Das erinnerte mich an die ähnliche Diskussion in den dreißiger Jahren, als auch in Radio France Experten zum Problem der deutschen SA und SS entscheidende Auskünfte abgeben sollten. Auch sie verwiesen damals in die Ursprünge der Germanenzeit, die noch nicht genügend erforscht worden sei und auch auf die politische Gegenwart, die nicht so einfach sei, dass man sagen könne, die Anhänger dieser Terrororganisationen seien nur die Modernitätsverlierer und Zukurzgekommenen der Unterschicht, sondern in ihnen seien sehr wohl auch genügend Vertreter der Mittelschicht, ja sogar Professorensöhne und gut ausgebildete Studienräte in den Führungsstäben zu finden. Diese deutschen, barbarischen Horden bekämen sogar überall in Europa Unterstützung, selbst in Frankreich rekrutierten die Nationalsozialisten Sympathisanten und Terroristen, die im eigenen Land noch sehr zu fürchten seien.- Auch damals schien alles sehr kompliziert, selbst für die Experten. Sodass vor allzu einfachen Handlungsanweisungen oder gar politischen Rezepten gewarnt werden musste.

Heute früh meldeten sich viele Hörer zu Wort, die mit einfachen Fragen Trost und Beruhigung suchten, doch die Experten zögerten und auch der Moderator sah ein, dass dem Feind des IS letztlich nur mit wissenschaftlichen Überlegungen beizukommen sei, sonst schütte man unversehens noch Öl ins Feuer. Man müsse sehen, dass sowohl der Iran als auch Saudiarabien, zwei äußerst hassvoll miteinander verfeindete Staaten, sehr eigene Interessen hegten und nicht am Ende noch mit Atombomben aufeinander losgehen dürften. Das beträfe dann auch uns und unsere Knochen zutiefst..
Auch die Türkei, die derzeit vor Selbstbewusstsein strotze, müsse mit besonderen Handschuhen behandelt werden, da für sie ganz viele Brandherde in dem Konflikt auf einmal explodieren könnten-.
Der liberale Experte des Islams, ein Angestellter des Landeskriminalamtes in Rheinland Pfalz, wies immer wieder auf die theologische Dimension in der Sache hin. Denn schließlich lerne jedes Kind, das egal wo in islamischen Ländern, ob in Ägypten, Afrika, Asien oder sonst wo, und von Anfang an, dass die größte Hoffnung für jeden Moslem darin bestehe, eines Tages in einem machtvollen islamischen Staat leben zu dürfen. Das sei eben das Fatale des IS, dass er diese Sehnsucht im Namen seiner Organisation vor sich her trage und deshalb auch so erfolgreich sei.
Die Experten bedauerten sehr, dass sie nichts Griffigeres, Handfesteres sagen konnten. Man müsse eben noch abwarten und auf Lösungen auch auf dem diplomatischen Parkett hoffen. Das Problem sei weitaus größer und umfassender als die in statu nascendi befindliche Weltvernunft.
Ich musste am Ende der Sendung wieder an den schrecklichen Führer Hitler denken und wie er sich amüsierte, als er merkte, seine Feinde wollten nur mit ihm reden, statt ihm mit ihrer Waffenstärke zu drohen, mit der es also, dachte der simple Barbar prompt, doch gar nicht so weit her sein konnte. Hitler fand damals wie der IS heute, Diplomaten und Wissenschaftler sind lächerliche Figuren ohne Eier, Schwächlinge, Impotenzler.

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