Tagebuch – 27.9. – mittags

denke an eine Erfindung, habe aber erst den Leim und die Fäden, zwei drei Konturen, das Bild steckt noch ganz im Nebel. Nächste Woche organisiere ich zwei Helfer, die mit mir den Nebel verscheuchen werden. Mehr kann ich noch kaum sagen, es bleibt ja ohnehin geheim bis alles fertig ist. Natürlich werde ich zur Premiere eine Sängerin bestellen, die meine Lieblingslieder schmettern wird. An der Pforte werde ich zwei zahme Löwen vom Zirkus engagieren und überhaupt ein buntes Programm rund um meine Erfindung herum garnieren. Die Präsentation kommt ohne festliche Stimmung nicht aus, denn nichts ist Beiwerk obschon nur das Zentrum Zentrum sein darf. Ich selber werde mit meiner Lebensgefährtin den ganzen Abend hinter den Kulissen verbringen und mir von den Kellnerinnen und Helfern ab und zu berichten lassen, wie die Sache vorne läuft. Ich bin heute schon sehr aufgeregt, obwohl ich wie gesagt meine Erfindung noch gar nicht aus dem Nebeln meiner Einbildungskräfte befreien konnte. Aber darüber mache ich mir jetzt gar keine besonderen Gedanken, sondern bin konzentriert auf die neuen Trainingsmethoden und Nahrungsmittel für mein Gemüt, die ich mir teils aus fernen Gebieten zukommen lasse bzw. mir wie immer aus den alten vertrauten Verließen meines Gedächtnisses besorge.
Zuerst aber muss ich auf den Zug nach München ins Theater. Ungünstiger Termin, denn heute werden unzählige Bierdimpel mitreisen aufs Oktoberfest.

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