Abschied von der FAZ

natürlich, wenn man dem Zeitungspack den Untergang wünscht, dann meint man in der Hauptsache diese mediokren in falschem, fehlerhaftem Deutsch verfassten Land-und Käsblätter, nicht die wenigen, die Qualität zu bieten haben wie die FAZ.

Sie ist bei allen Meinungen, die man nicht mit ihr teilen kann, das Beste vom Rest des Bürgerlichen und doch das einzige Blatt, das überhaupt lesbar ist. Sie pflegt das Deutsche, macht nicht tausend Fehler wie hier die Südwestpresse täglich auf jeder Seite, die man deshalb keinem Schüler, der sein Deutsch verbessern will, zur Lektüre empfehlen kann.
Die FAZ bringt jeden Tag eine Fülle von Berichten und Aufsätzen zu Finanzen, Politik und Kultur auf hohem Niveau, gliedert und ordnet die Informationen in sog. Büchern und lädt immer wieder Autoren ein, die bedenkenswerte Anschauungen und Analysen der Lage, in der wir sind, zu bieten haben.

Also bitte, ich neige in puncto Presse gewiss nicht zur Übertreibung und ich gebe zu, dass ich mich oft auch schon über gewisse Schreiberlinge in der FAZ geärgert habe, besonders über -Gott hab sie selig- den Reich Ranicki, den Schwafler, und auch den Schirrmacher und andere, -doch insgesamt und täglich stimmt das Preisleistungsverhältnis wie bei kaum einem anderen Produkt der bürgerlichen Sphäre..
Jetzt soll auch dieses Blatt fallen, zugunsten der dummen Blätter und Spießer-Journale des Mainstreams.
Es ist schlimm, dass sie sich in Frankfurt jetzt zu einem solch herben Aderlass gezwungen fühlen und 160 Redakteure von 900 entlassen müssen, aus ökonomischen Gründen.
Anscheinend sind die industriellen Freunde der Zeitung doch nicht so viele und auch nicht so großzügig, wie die Linken es immer behauptet haben, denn das bürgerliche Qualitätsblatt wird schrumpfen und dann bald eingehen.
Nun ja, es gibt ja noch die Bücher und Informationen genug. Doch das Blatt wird mir fehlen, ich habe mich über die Jahrzehnte gern an es gewöhnt, viel von den Bürgern und ihren Anwälten erfahren, manches abgelehnt und doch verstanden. Ein tägliches Immerhin, das nun schwinden wird.

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