Tempora mutantur

„nosque mutamur in illis“. Wie dumm müssen die Spiegelredakteure sein, ausgerechnet ihren Besten, den Herrn Blumencron zu entlassen. Er ist ganz nahe an die Probleme und die Lösung des Online-Journalismus herangekommen. Aber bekanntlich sind die Leute im „Basislager“ (Sloterdjik) eben nicht zu ihrem Glück zu zwingen. Da fällt mir sofort der Satz Napoleons ein: “ „Man ist viel mehr in Sicherheit,wenn man die
Menschen mit Absurditäten beschäftigt, als mit richtigen Ideen.“
Ja, dieses Rezept habe ich mir eingeprägt.
Rudolph Augstein wird es spätestens jetzt im Grabe bereuen, diesen Dummköpfen soviel Macht übertragen zu haben. Sie machen das einstige Kampf-Blatt kaputt. Sie dienen dem Zeitgeist, statt ihn wie früher zu überwandern, sich immer oberhalb des mainstreams aufzuhalten und zu denken. Augstein konnte Latein und wusste noch, was sub specie aeternitatis bedeutet.
Jetzt im Zeitalter wird es uns wieder bewusst,was Plebs heißt. Wer mit diesem Geschäfte macht, wird unwillkürlich nach unten gezogen. Ich für meinen Teil lese kein Blatt mehr, besuche kein Medium mehr, wo mir ein Redakteur seinen Dünnschiss auch noch erklären will. Ja, wir gehen in bessere Zeiten, wo der Enzelne, auf den es allein ankommt, wieder den Mut hat, sich vom Basislager zu entfernen, um seine Expeditionen ins Eigene vorzubereiten. Oder um es mit Blumencron zu sagen: „Es hat eine Revolution gegeben-doch viele Menschen laufen durch das Leben, als sei die Welt noch die alte.”

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