Ipse per se

Den ganzen Sommer, der freilich keiner war, verbrachte ich die meiste Zeit nur für mich allein, das war manchmal hart, aber wenn ich dann mit Leuten zusammen kam, merkte ich, wie wenig sie zu sagen haben und wie sie das mit ihrem Geschwätz verdecken. Hauptsache irgendwas reden. Das verdirbt mir die Sympathie auch mit den Sympathischen. Ich merke, mit ihnen ist niemals zu rechnen, sie haben weder Übung noch Freude am Denken.

Muss mich darauf einrichten, dass die Einsamkeit jetzt mit dem Alter zunehmen wird. Einsam war ich auch als Kind oft, aber ich fand immer Möglichkeiten, mich davon abzulenken.
Will neue Trainingsmethoden erdenken, denn der innere Dialog mit mir kann noch intensiver werden. Außerdem unter den Toten gibt es genug sehr kluge, ja auch weise Leute, denen ich noch lange zuhören kann.

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5 Gedanken zu “Ipse per se

  1. Schrecklich diese Leute die Vorträge halten und noch nicht einmal Geister mitbringen. Da beginnen die Unsitten!

    … ja das mit den Toten reden und schreiben fand ich in meiner Jugend auch immer witzig, ich meine das war so schlau… allerdings auch nicht intellektuell. Übrigens war der Dialog immer auf diese beschränkt (obwohl die Mitscherlichs immer die Briefe nach England mitnahmen), sozusagen ´face to face´, weil die sympathischen Lebenden dann immer sagten: „Der ist doch tot!“ … die wußten eben besser bescheid, Realos und so. Vorteil ist allerdings dabei das ich späterhin bis in heutige hinein noch wußte wieso und warum, was diesen, deren wesentlichen geistigen-psychologischen Kenntnnisse wegen freilich, dann aber völlig abging/~geht.
    Mir ist aber die Zeit schon längst angebrochen in welcher das Reale der Vergangenheit verschwindet, verflüchtigt, durch die Übersteigerung des auf die Spitze getriebenen, Überspitztes, irreal erscheint. Ich möchte nicht darauf beharren – zumal für mich selber -, habe fast alles dazu/dessen gesagt, ja gewisser Maßen sind alle Enden/conlusio? meiner Aussagen damals heute erreicht. Insofern scheut es mich Heute mehr solche geistigen Schlüsse des predictionierten‘ zu tätigen, welche denn zumal vorher gedacht werden müssen, als an etwas scheinbar expliziteres der vergangen :: Verallgemeinerung zu denken.

    „… Einsam war ich auch als Kind oft, aber ich fand immer Möglichkeiten, mich davon abzulenken.“, denke ich als einen seltsamen Satz. Finden Sie nicht auch?

    Gruß von mir,
    Mithrahee

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  2. Ich meine keine Kritik an sich, dafür kennen wir uns auch zu lange. Und ich habe es auch zu allen anderen längst aufgegeben, da es sowieso in jeder Hinsicht und in jedem Einzelnen alle Maßen übersteigen muß … und selbst dann nicht. Es geht auch nicht um diesen einen Satz ~ insofern ich Ihre jeweiligen Ausreden in Unspezifische damit zuvorkommen will. Auch bin ich ein wenig abgeneigt überhaupt noch mit Ihnen zu reden.

    Der betreffene Satz ist für mein ipse per se Denken jedoch interessant, denn eine Selbstversunkenheit als Kind ist durchaus glücklich. Immer die Möglichkeiten zu finden, sich davon abzulenken gleicht frömlich einem AHDS-Syndrom. Entweder oder. Die Möglichkeit der Einsamkeit zu entrinnen zu finden, kann auch lästig ärgerlich sein und ist auch durch Umstände bedingt.
    Die folgenden Aussagen hier erscheinen mir aber als Keim einer Psychose. Ich denke mir Sie dabei so als zwischen Stabilitäten der Erleuchtungen hin und her gerissen. Diese können bekannter Maßen ganz unterschiedlich sein, „und jede Differenz ist eine“. Das ist aber bezüglich solchem Streben nach einem Ideal immer durchaus bis zum Letzten zweifelhaft, ich meine nicht nur gücklich und nicht nur melancholisch. Bleides ist oder kann, per se g.M., auch zur Marotte werden, m.a.W. zur Süffisanz der Bigotterie ~Kulturkritik inbegriffen.
    Die große Alice Miller sagte einmal dezidiert „Das Drama des begabten Kindes“ … das träfe auch für viele Erwachsene zu. Mithin ist „Die Kunst zu trauern“ (E.Fromm) auch nicht weit entfernt davon, wenn auch ein mehr final überschaubares. „Die Konsequenz“, wie ein Ernst Bloch einmal von einem ihm bekannten Schreiber veröffentlichte, ist etwas synthetisch philosophischer gelagert bzw. angelegt. Es kann dabei nicht darum gehen, ich meine insofern wie bedeutet, intensiver mit sich in einen inneren Dialog zu treten, sondern vielmehr den richtigen Dialog zu finden, vielmehr sogar die richtigen Dialogenergien. Eine Ausgeglichenheit, durchaus auch mit medikamentöser Hilfe. Auch können z.B. absurde Thesen und Absurditäten der Art und Weise übersteigert werden, nicht mit „Gooootttt“e hotte hü, sondern auch z.B. „Vor 70 Billionen Jahren hatte der Geist das Universum geschaffen“. Irgendwann der letzten Jahre fragte man mich einmal „Was denken Sie?“ und ich antwortete „Am liebsten überhaupt nicht mehr!“, wie die Erleuchtung der Buddhisten versteht sich, wenn auch nur als Aussageform. Sie wie auch ich werden keine neuerlichen Erkenntnisse erlangen. Auch werden Sie keine neuerlichen Erkenntnisse „wie aus der Kindheit“ finden, sondern die Erkenntnisse die Sie haben werden mehr und mehr in dem Charakter des letztlich geprägten sein, während es beim Kind das noch gar nicht geprägte ist. Die Erscheinung, wie auch immer selbst gedacht, ist bißweilen die selbe, die Qualität eine ganz andere.
    Man kann auch den Tod zum Gynäkologen machen, und auch davon gibt es sicher viele welche aus irgendwelchen vermeintlichen Gründen hochstapeln und dabei dann auch noch unterstapeln wollen. Insofern ist bekannter Maßen oftmas der Blödsinn der Dialog ~ wie auch immer auch von mir, indem ich Ihnen hier wieder antworte bzw. kommentiere. Das ist aber meine Sache, eigentlich kaum wirklich mit einem „Wieso und Warum“ zu denken, sondern eigentlich mehr aus Gelegenheit. Von Ihnen bekam ich zumindest noch nie irgendwelche schizophrenen Schimpfaggressionen wie von zumal noch Blödidiotischeren als Sie es sind. Das zumal in einer solchen Welt wie sie ist.
    Ein Satz aus meinem Dogma-Repertoir: „Er offenbart seine wahre Lehre jenen die reinen Herzens sind“.

    Gruß an den Dante von Ulm,
    Mithrahee

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  3. Sie schicken mich wieder einmal zum Psychiater oder raten mir: Schweig einfach!! Damit haben Sie immer recht. Dabei habe ich nur einen Spalt die Tür zu einer meiner Augenblicks-Stimmungen offen gelassen, mehr nicht. Für Leser, die wissen sollen, dass ich mich keineswegs immer im Recht fühle. Dass ich nicht so oft wie andere Ja sagen kann, ist doch auch ein Unglück. Der Abstieg: „Von den kahlen Höhen der Gescheitheit ins grün blühend Tal der Dummheit“ so ähnlich sagt es Wittgenstein einmal, verheißt ja nichts Gutes, ist weder ein Rechtsweg noch ein Glückspfad.

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  4. Was soll das? Ja, sie haben mit ihrer gemeinten Aussage hier nur einen Spalt ihrer
    Augenblicks-Stimmungen offen gelassen, mehr nicht. … sicher, sicher, ist ja klar, hätte selbst mir wenigstens einmal klar sein müssen. Daher: Ihnen in jedem weiteren überlassen. Es ist eben das Weiber Zeitalter der Merkels angebrochen, in welchem sich auch die anderen Menschheit von Dumpfgeschmeiß befindet. Berechtigung? Wohl nur deswegen weil die Widerlichkeit der Blödheit ihre Kaiserkrone und Gottesstaats-Diplome vor her monstriert. Vielleicht war es schon immer so, denn ganz sicher ist es so.

    Man sagt: Die Lebenden werden die Toten beneiden! Bisher beleiern die Lebenden noch diejenigen die tot sein sollen zum Zwecke eines Besseren.

    Tschüß, auf nimmer wiedersehen!
    Kenne schon genügend verkackte Geschmissenheit,
    da sind Sie kein Sonderfall,
    sondern vielmehr das Übliche dessen und solchem.

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