Die AFD in Sachsen

die übel verleumdete und bekämpfte neue Partei kam auf Anhieb auf 10 Prozent, bei den Wahlen zum sächsischen Landtag. Sie war die Gewinnerin, das neiden ihr die Altparteien und drängen sie nach rechtsaußen, wo sie nicht hingehört. Denn ihre Führungsfiguren sind durchaus seriöse besonnene Leute wie Alexander Gauland und auch die sächsische Spitzenkandidatin Frauke Petry hat nichts mit den Rechtsradikalen gemein. Das kann man hören,wenn sie spricht. Wozu also die Hetze? Weil man sich die eigenen Defizite, vor allem die mangelnde Nähe zum Wahlvolk nicht eingestehen will. Auch ist es kein Zufall, dass die neue Partei ausgerechnet in der ehemaligen DDR solchen Zulauf bekommt. Denn dort plagte man die Leute 40 Jahre mit Indoktrination und plumper Siegerpropaganda. 1989 kamen dann die neuen Sieger der Geschichte und kupferten die Phrasen aus den Parteien der alten Bundesrepublik ab. Da war den meisten die scheinbar geläuterte SED Kaderpartei dann noch lieber, deren Ansehen jetzt allmählich und gottlob auch abbröckelt. Außerdem wurde das Volk nie mit der Abwehr des Nationalismus vertraut. Man versteht dort bis heute die Parole der Einheit der Deutschen ernsthafter und anders als im Westen, wo diese Einheit mehr eine Feiertagsphrase ist, die eher verschämt und defensiv im Sprachgebrauch wirkt, als kämpferisch und mit altem traditionellem Pathos. Im Westen redet man lieber von Europa, von den Migranten und der Moderne, die im Osten immer noch ein halbes Fremdwort ist. Die neue Partei kümmert sich wieder um uns Deutsche, sagen sie im Osten. Sie schämt sich nicht dafür und kommt damit gut an. Man redet dort auch kein Denglisch wie der Herr Gabriel, der heute dem Spitzenmann und Genossen der Sachsen-SPD good luck wünscht, statt viel Glück. Ist ihm das alte Deutsch schon suspekt?
Der Osten ist weniger mainstreamig, weniger amerikanisch im täglichen Umgang.
Wenn die AFD geschickt ist, dann baut sie diesen deutschen Bonus aus. Auch die Jüngeren haben die zum Ritual verkommene Demutshaltung wegen unserer ruhmlosen, schändlichen Vergangenheit allmählich satt. Die ausländischen Nachbarn nehmen unsere neue Stärke, die natürlich auch aufgrund unserer Aufarbeitung der schrecklichen Vergangenheit zustande kam, deutlicher wahr als wir selbst, die wir aus den Klischees des kalten Krieges, als wir uns bücken und katzbuckeln mussten, einfach nicht herauskommen. Wir sind, bis auf den barbarischen Bodensatz der alten neuen und alten Nazis,nicht mehr mit diesen zu verwechseln. Wir dürfen wieder aufrecht gehen, selbstkritisch bleiben und unsere neue Rolle selbstbewusst annehmen. Das tut die AFD, das macht ihren Erfolg aus. Das werden auch die Altparteien und ihre Pfründeverwalter allmählich einsehen, je schneller desto besser für sie. Sonst kommt ihnen die Presse und die Medienmacht noch zuvor. Dann sehen sie über Nacht dann so uralt und banal aus wie der Herr Tillich von der CDU schon heute.

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