Das gemütliche Allgäu

Ein herrlicher Tiefschlaf liegt über dem kleinen Bauern-und Tourismus-Land, es regnet viel und es ist kalt. Sonst tut sich nicht viel, natürlich wird hin und wieder ein Mensch erstochen, wie soeben in Kaufbeuren, sonst aber herrscht Ruhe und Gemütlichkeit. Das findet auch der Innenminister Bayerns so schön, der gestern die Allgäuer Festwoche eröffnet hat. Er sei gerne gekommen, weil sein Chef Seehofer ihn geschickt habe, sagt er etwas ungeschickt. Aber sein Chauffeur hat sofort einen Parkplatz bekommen, das freut ihn und er lobt auch die Polizei und die Justizbehörden, die sich bereit erklärt haben, ganz klar und entschieden aufzuräumen mit der Unordnung, in welcher es erst im Januar vorgekommen ist, dass man bei einem Polizeibeamten in seinem Büroschrank in Kempten 1,6 Kilo Kokain gefunden hat. Das werde mit Sicherheit hart bestraft werden, versichert er und trinkt dabei eine Festmaß, die ihm gut schmeckt. So sind die Nachrichten hierzulande, gemütlich, nett verpackt und bürgernah vermittelt.
Der Oberbürgermeister musste zum ersten Mal das Fest-Fass anstechen und er bestand die Prüfung sehr gut, schreibt die Zeitung schmunzelnd.
Na also, da kann man nicht meckern. Es ist alles gut, nur in der Welt draußen geht es übel zu. Krieg und Terror überall. Da kann die Petra Gerster vom ZDF noch so eingecremt und seriös reden, die Bilder, die ihrem versöhnlichen Tonfall folgen, zeigen finsterste Gangstertypen, die sie mit ihrer adretten und netten Art einfach nicht aus der Welt verscheuchen kann. Man fragt sich, wie diese Frau so harmonischen Gemüts bleiben kann all die Jahre lang, in welchen sie nur übelstes Verbrecherpack anmoderieren muss. Vermutlich macht sie auch hin und wieder Urlaub in dem harmonischen Allgäu,wie Petra Pau von der Linken, die sich derzeit in Oberstaufen von der Bundespolitik erholt und gerade bei einem Volksfest an der Basis der Bauern, -Arbeiter gibt es hier kaum im klassisch revolutionären Sinn,- einen Preis gewonnen hat, nämlich eine Kuh. Aber da sie daheim keinen Stall hat, außer dem politischen natürlich, sagt die Leiterin des Tourismus, haben sie den Preis in eine Patenschaft für ein Kälbchen umgewandelt. Bis Mittwoch muss sie sich für das Tierchen einen Namen einfallen lassen. Ich vermute, sie wird es Rosa nennen.

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