Richard und Cosima

Richard Wagner und Cosima, die Ehebruch begehen – er sagt, wenn das, was wir tun, ein Verbrechen ist, dann müssen wir es begehen. Niemand wird uns verstehen. Er komponiert zu dieser Zeit Tristan und Isolde, den in Musik gesetzten Orgasmus, das ist keine Ãœbertreibung. Alle, die diese Musik kennen, wissen und fühlen das. Darin auch den Liebestod, das Ungeheuerliche. Und in der Tat kam es am letzten Tag seines Lebens in Venedig zum Zerwürfnis, er wirft ihr vor, dass sie ihn hasse und wolle, dass er an ihrem Hass zu Grunde gehe. Als er ein paar Stunden später tot ist, legt sie sich 24 Stunden auf ihn, schläft mit ihm und ist nur mit Mühe von ihm zu trennen. Sie wird die Managerin des Wagnerianismus, schafft den Mythos von Bayreuth. Wir wissen bis heute nicht, ob dieser Mythos mit all seiner Zweideutigkeit von der Musik des Meisters ganz zu trennen ist. Sie ent-personalisiert ihn, er ist ein Ãœbermensch, der diese Musik schaffen konnte, als Mensch ist er so fürchterlich, dass wir ihn nicht verehren könnten. Auch sie ist als seine Komplizin ein Scheusal, wie sie den guten König betrogen und ausgebeutet hat, als Schöpferin des Mythos aber ist sie genial gewesen und wirkt sie bis heute fort. Auch die banale Katharina lebt noch von ihren Schatten, der sie schützt und alles rechtfertigt letztlich. .

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Ein Gedanke zu “Richard und Cosima

  1. Gut studiert .. jetzt sind Sie ja fast damit durch. Soweit ich mich meines Wissen aus diesem Studium dessen erinnere, ging Cosima, die er wie seine erste Frau nannte, niemals fremd.

    Es gibt einige von Ehefrauen großer Leute die ihre Männer überlebt hatten. Die Frau von Rousseau auch. Sie war die Haushälterin der Marquise welche ihn unterstüzte und bei ihr im Gesindehaus wohnen ließ. Da J.J. Rousseau lange als Musiklehrer sein Geld verdiente, brachte er zwei der Kinder mit dieser ´braven Dienerin Ehefrau´ ins Waisenhaus.

    Übrigens viel berühmter (unbekannter) ist Solomon Bach, der Vater von Johann Sebastian Bach. Dieser wanderte nach Irand aus, weil er in der Austragung bzw. persönlichen Beauftragung durch den König eines von ihm geplanten Volksmusikfestes übergangen worden war. Seine Kollegen hatten sich seiner hohen Pläne bemächtigt und damit den König auf ihre Seite gezogen (Finanzierung und so). „Ich kehre niemals mehr nach Deutschland zurück!“ sagte er erbost! Dort in Irland wird er auch Hofmusiker in England, zumal er ~21 Kinder mit auch engländischen Hoffrauen zeugte. … Nichts mit nur Mozart und so ;).

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