Angst

Der preisgekrönte deutsch-türkische Regisseur Akin wollte mutig sein und den Fall des armenischen Journalisten verfilmen, der 2007 in Istanbul ermordet wurde. Doch er scheiterte, die türkischen Schauspieler fanden das Drehbuch zu gefährlich. Mit französischen oder amerikanischen Schauspielern wollte Akin den Film aber nicht drehen.
Das zeigt, wie nachhaltig das Tabu, über den Völkermord der Türken an den Armeniern vor 100 Jahren zu handeln, immer noch wirkt. Man riskiert dabei immer noch Kopf und Kragen.
Die wilhelminische Politik wusste damals von diesem Völkermord und deckte ihn schweigend. Ein sehr unrühmliches Kapitel der Historie zwischen Deutschen und Türken, das ein Licht voraus wirft auf den Völkermord der Deutschen, zwei Jahrzehnte später, den diese ebenfalls mit Schweigen zudecken wollten. Das aber misslang zu unserem Glück immerhin gründlich.

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