Judenhass auf den Straßen

Jetzt strömen sie wieder massenweise auf die Straße, um gegen Israel zu protestieren. Gegen die Entführung der 200 Mädchen in Afrika regte sich kaum Protest, auch die Besetzung der Krim nahmen Linke und Liberale schier regungslos hin. Kann man halt nichts machen.
In dem Protest gegen Israels Politik aber wird wieder blanker Judenhass laut und gut vernehmlich.. Und das in Deutschland, welche Schande.
Christian Geyer warnt deshalb heute in der FAZ davor, sich dumm zu stellen vor den antisemitischen Parolen, die auf den Straßen wieder immer schriller werden. Natürlich ist auch die NPD dabei und andere Unverbesserliche, doch auch andere beteiligen sich ungeniert und es habe deshalb gar keinen Sinn mehr, so Geyer, die Analyse zu verweigern, „sobald ein fahles Licht auf Mitbürger mit Migrationshintergrund fallen könnte.“ Die Judenhetze habe durch diese eine neue Qualität erreicht:
„ Dieser Antisemitismus entspringt (..) maßgeblich den Köpfen von Migranten aus der Türkei und arabisch.-islamischen Herkunftsländern (..) und macht ihn nicht dadurch besser, dass man erklärt, er sei fremdgesteuert von Dunkelmännern aus
fernen Ländern. Richtig ist, dass in vielen dieser judenfeindlichen Obszönitäten ein tradierter Antisemitismus aus der Heimat nachwirkt, der nicht ohne seine religiösen Hintergründe erklärt werden kann.“

Was hilft das Erklären, wenn zum Handeln keine Bereitschaft da ist. Die Neonazis verfolgen wir doch auch, wenn ich recht sehe, warum nicht auch die Judenhasser des Islam? Auch und gerade weil dieser Rassismus religiöse Wurzeln hat. Es gilt religionskritisch über die Religion auch des Islam aufzuklären. Denn da dessen Vertreter es nicht tun, müssen wir die Aufgabe selbst übernehmen. Und warum nicht endlich Voltaires Kritik in den Unterrichtsstoff unserer Integrationsschulen nehmen? Aus Angst vor Anschlägen der Salafisten?
Zur Religionskritik und Bekämpfung intoleranter Religions – und Hassprediger verpflichten uns die Regeln der offenen Gesellschaft, die es gegen die Irren zu verteidigen gilt.
Geyer befällt angesichts seiner klaren Worte schon beinah wieder ein Rechtfertigungsbedürfnis: „Man ist weder Rassist noch islamophob, wenn man auch diese religiösen Wurzeln der neuen Judenhetze in den Blick nimmt, statt die antisemitischen Pöbeleien bewusst unscharf als Ausfluss mangelnder Integration abzutun. Antisemitismus ist nicht integrierbar.“

Übrigens: Auch die Linksradikalen und die Linken finden sich auf den Straßen im Protest gegen Israel, doch sie tun sich leichter, sie verbergen ihren Antisemitismus hinter den politischen Papieren ihres Antizionismus, wie sie sagen. Und wenn doch einer von ihnen wieder total aus der Rolle fällt, kommt Gregor Gysi und bereinigt den Schandflecken wieder.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s