Die 68er und ihr militantes Desinteresse an der Hochkultur

Sie lieben halt Bob Dylan und Mick Jagger über alles, Mozart ist ihnen eher fremd geworden. Ist er nicht auch reaktionär im Grunde? Auch Toleranz ist ihnen ganz fremd geworden, den Machtbewussten:
„Die Musikjournalistin, WDR-Moderatorin und Zeit-Redakteurin Christine Lemke-Matwey hat die momentan aufkochende Diskussion um den Stellenwert klassischer Musik in den öffentlich-rechtlichen Medien in ihrem Artikel „Ohne Mozart?“ in der Zeit vom 30. April aufgegriffen und nach Gründen gesucht.“Das darf man doch nicht. Das ist doch reaktionär, diese alte Hoch-Kulturscheiße, wie sie gerne sagen.
„Die Folgen hat sie prompt auch zu spüren bekommen. Nach ihrer letzten Live-Sendung Klassik-Forum in WDR 3 wurde ihr wegen „Illoyalität“ gekündigt, berichtet die Neue Musikzeitung. Der WDR bestätigt auf Anfrage, dass Lemke-Matwey die Sendung nicht weiter moderieren wird.“
Wer gegen die 68er ein Wort sagt, wird aus dem Amt gemobbt.
„In dem Artikel hat sie in ihrer hinreichend bekannten offenen Art jene Gründe benannt, die auf der Hand liegen. Dass nämlich inzwischen in fast allen Medien, und das gilt nicht nur für Rundfunkanstalten, die Generation der Nach-68-er am Ruder ist, die von dieser vor allem eines geerbt habe: „das militante Desinteresse an Hochkultur“. Mit Bob Dylan lasse sich Staat machen, schreibt Lemke-Matwey, mit Mozart gehe das nicht mehr.“
Also das ist der größte Tabubruch. Eine solche Frau muss weg, sie liest wahrscheinlich heimlich auch Ernst Jünger,diese reaktionäre Tusse.
„Was die Journalistin aber nicht sagt oder nicht wahrhaben will: Dass diese Nach-68-er zwar Dylan oder Mick Jagger höher bewerten als Mozart oder Beethoven, dass sie dies aber nie zugeben würden. Schon gar nicht, wenn sie in ihrer Eigenschaft als Programmverantwortliche jene Klientel ruhig halten wollen, die man früher ehrfürchtig und heute verächtlich als Bildungsbürger titulierte. Niemals hört man den Satz: Wir finden klassische Musik nicht mehr wichtig, sondern immer nur: Die Zukunft liege im digitalen Jugendfunk, in Online-Portalen, in der jeweiligen Zielgruppenunterhaltung.“
Jaja, die Zukunft, die no future-Zukunft der 68er ist hoffentlich bald vorbei. Dann dürfen wir wieder schamlos Mozart hören und verehren.

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